Poetry Slam trifft auf Stadtradeln - Dichterwettstreit im Jacobson-Haus
Wer bei Dichtkunst und Lyrik ausschließlich an Goethe und Schiller denkt, hat möglicherweise noch nichts von „Poetry Slams“ gehört. Übersetzen lässt sich der Begriff wohl am besten mit „Dichterwettstreit“ und ist (nicht nur) unter Studierenden in etwa so beliebt wie die tradierten Dichterfürsten bei gelehrten Philologen.
Inhaltlich geht es darum, dass die Auftretenden mit selbst gedrechselten Versen um die Gunst des Publikums wetteifern. Requisiten sind dabei nicht zulässig, und die Redezeit ist auf wenige Minuten begrenzt. Abgesehen davon ist alles erlaubt. Die Texte dürfen sich reimen und metrischen Versmaßen folgen oder auch nicht. Ernsthaft, spaßig oder tiefsinnig sein oder auch ganz anders. Am Ende zählt, was das Publikum – welches beim Poetry Slam als Jury fungiert – am meisten überzeugt.
Am Montag, 1. Juni, findet im Rahmen der Stadtradeln-Wochen 2026 ein Poetry-Slam im Seesener Jacobson-Haus statt. Auf der Bühne stehen drei Künstlerinnen, die in der Poetry-Slam-Szene bereits nationale Berühmtheit erlangt haben: Mia Heuse, Lea Reich und Antonia Josefa. Moderiert wird der Abend von Simeon Buß, der ebenfalls eine etablierte Größe in der Poetry-Welt ist.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und richtet sich an alle Interessierten – nicht nur Teilnehmende des Stadtradelns. Um eine Anmeldung unter kultur@seesen.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei.