Betriebsbesuch in der Sehusa Wasserwelt: Anpassungen und neue Strukturen
Ein starkes Freizeit- und Gesundheitsangebot ist ein wesentlicher Standortfaktor für die Stadt Seesen. Es sichert nicht nur die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, sondern stärkt auch die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandortes. Um sich vor Ort ein Bild von den aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsplänen zu machen, stand kürzlich ein Betriebsbesuch in der Sehusa Wasserwelt auf dem Programm. Gemeinsam mit Robert Michel, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Seesen Harz GmbH, gab es einen intensiven Austausch über den laufenden Betrieb und die strategische Ausrichtung des Hallenbades.
Neue Strukturen und personelle Verstärkung
Seit seinem Einstieg im Juli 2025 hat sich in der Sehusa Wasserwelt bereits einiges bewegt. Das Ankommen im neuen Aufgabenbereich verlief für den Geschäftsführer sehr gut, auch wenn die tägliche Arbeit in einem Hallenbad naturgemäß immer wieder unerwartete Überraschungen und operative Herausforderungen mit sich bringt. Ein zentraler Baustein der ersten Monate war die Anpassung der Personalstruktur, um den Betrieb zukunftssicher aufzustellen. Das Team wurde spürbar verstärkt und verzeichnet seither zwei zusätzliche Vollzeitstellen sowie drei neue geringfügig Beschäftigte. Neben den personellen Veränderungen wurde auch intern an vielen Stellschrauben gedreht. So wurde ein neues IT-System implementiert, die Telefonanlage modernisiert und die internen Räumlichkeiten optimiert, um die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Ein einheitliches Erscheinungsbild des Teams stärkt zudem das Wir-Gefühl und sorgt für ein professionelles Auftreten gegenüber den Gästen. Ein positiver Nebeneffekt der neuen Strukturen ist, dass den Mitarbeiterinnen im operativen Alltag spürbar mehr Kompetenzen zugeschrieben werden, was die Eigenverantwortung im Team nachhaltig festigt.
Sanierungsplanung im Spannungsfeld kommunaler Aufgaben
Ein Dauerthema hinter den Kulissen bleibt jedoch die Substanz des Bades. Die aufwendige Sanierungsplanung ist ein fester Begleiter im Arbeitsalltag und fordert das Management täglich in unterschiedlichster Form. Dabei schwingen im kommunalen Kontext naturgemäß auch immer die strukturellen Bedenken mit, die eine solche Freizeiteinrichtung als freiwillige Leistung einer Kommune im Haushalt mit sich bringt. "Umso wichtiger ist es, das Bad betriebswirtschaftlich klug und serviceorientiert aufzustellen" fügt Robert Michel an.
Neue Impulse für Gastronomie: Events, Mittagstisch und mehr Servicequalität
Auch im Bereich der Gastronomie und des Eventmarketings setzt die Geschäftsführung auf gezielte Akzente. Das Ziel ist klar definiert, denn das Management möchte gutes Essen anbieten, ein echtes Erlebnis schaffen und legt dabei großen Wert auf eine hohe Dienstleistungsorientierung. Hier und da gibt es bereits kleinere optische und konzeptionelle Veränderungen. Das Aqua Bistro konzentriert sich aktuell auf die besucherstarken Zeiten am Wochenende und in den Ferien, allerdings wird das Angebot kontinuierlich überprüft und erweitert. So wird derzeit montags und dienstags von 11:00 bis 14:30 Uhr ein Mittagstisch erprobt. Für den 10. September ist zudem eine After Work Lounge geplant.
Fortschritte bei Digitalisierung und Verwaltungsprozessen
Um den Service für die Badegäste weiter zu verbessern und gleichzeitig die Verwaltung zu entlasten, wird parallel dazu die Digitalisierung konsequent vorangetrieben. Die Bereiche Verwaltung, betriebswirtschaftliche Berechnung und digitale Prozesse stehen im Fokus der Modernisierung. Angestrebt wird ein System, über das Eintrittskarten, Kurse und weitere Dienstleistungen unkompliziert online gebucht werden können.
Wie tief die Sehusa Wasserwelt in der regionalen Infrastruktur verwurzelt ist, zeigen auch die Zahlen des sportlichen Betriebs. Aktuell nutzen sieben Schulen und drei Vereine das Bad aktiv für den Schwimmunterricht und das Training. Allein in diesem Jahr wurden bereits sieben Schwimmkurse erfolgreich durchgeführt, und dieses Angebot soll in Zukunft noch weiter intensiviert werden, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Neben Familien, Schulen und Individualgästen richtet die Sehusa Wasserwelt ihren Blick nun verstärkt auch auf die lokale Wirtschaft. Die Zielgruppe soll gezielt auf Unternehmen ausgeweitet werden.
Der Betriebsbesuch hat verdeutlicht, dass die Sehusa Wasserwelt die anstehenden Herausforderungen von der Sanierung bis zur Digitalisierung proaktiv angeht. Mit einer gestärkten Mannschaft, klaren Dienstleistungsstrukturen und neuen Ideen für die Gastronomie und Kooperationen ist das Bad auf einem guten Weg, sich als unverzichtbarer Bestandteil der Seesener Infrastruktur weiterzuentwickeln. Der enge Austausch bei diesem Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Wirtschaftsbetriebe Seesen als verlässlicher Partner für die kommunale Wirtschaftsförderung sind, um gemeinsam die Attraktivität unseres Standortes nachhaltig zu stärken.
Wir bedanken uns für die offenen Einblicke und wünschen Robert Michel und seinem Team weiterhin viel Erfolg.
Sie wollen Ihr Unternehmen ebenfalls vorstellen oder haben Gesprächsbedarf? Dann sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren einen gemeinsamen Termin unter 05381 75 278 oder über klapproth@seesen.de.