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Durchstarten in der neuen Heimat - Arbeitskreis Integration lädt ein zum Bewerbungstraining

Bei der Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache nur der erste Schritt von vielen. Um in der neuen Heimat wirklich anzukommen, braucht es mehr als das. Einen Job zu finden beispielsweise ist unverzichtbar. Deshalb hatte Ludmila Heilmann, Integrationsbeauftragte der Stadt Seesen jetzt ausgesuchte Teilnehmer zu einem Bewerbungstraining eingeladen. Als Ko-Referentin hatte sie außerdem Viktoriia Darwisch eingeladen, die ebenfalls erst seit einigen Jahren in Deutschland lebt und hier schon verschiedene Jobs und Tätigkeiten als Bildungsreferentin und Sozialarbeiterin übernommen hat. 

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Arbeitskreis Integration Bewerbungstraining (2)

„Ich weiß, ihr seid jetzt so weit“ begrüßte Ludmila Heilmann die etwa 15 Seminar-Teilnehmer im Jacobson-Haus. Sie alle verbindet, dass sie vor dem Ukraine-Krieg nach Deutschland geflohen sind und ihre Sprachkenntnisse schon weit fortgeschritten sind. Sie haben damit nicht nur ihre Heimat verlassen, sondern oft ganze Existenzen aufgegeben. In der Ukraine hatten sie zum Teil gut dotierte und angesehene Jobs. Einige waren qualifizierte Facharbeiter. Andere hatten hochwertige Uni-Abschlüsse wie Jura oder Naturwissenschaften. Nun bekämen sie eine zweite Chance, sprach Ludmila Heilmann den Anwesenden Mut zu. Sie könnten versuchen, ihre Abschlüsse anerkennen zu lassen und im gelernten Job zu bleiben. Oder auch die Migration zu nutzen, um gänzlich – also auch im Job – neu durchzustarten.

Dabei komme es vor allen Dingen darauf an, auf sich aufmerksam zu machen, so die Empfehlung der beiden Referentinnen. Wenn es mit der Bewerbung für den Traumberuf nicht gleich gelinge, müsse man eben einen Umweg machen und sich ebenso für einen Praktikumsplatz oder ein Probearbeiten zu bewerben.

„Ihr habt es wegen der Sprache schwerer als deutsche Arbeitnehmer. Deshalb müsst ihr besser sein als sie“, so der abschließende Rat der beiden Referentinnen. Und wenn die erste Bewerbung mit einer Absage oder gar nicht zurückkomme, dann müsse man sich eben weiter bewerben. Irgendwann werde es schon klappen, sprachen Ludmila Heilmann und Viktoriia Darwisch Mut zu. Sie selbst, aus der Ukraine und Russland stammend, sind schließlich das beste Beispiel für einen gelungenen Neustart in der neuen Heimat.

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Arbeitskreis Integration Bewerbungstraining (3)
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Arbeitskreis Integration Bewerbungstraining (4)
21.04.2026