Nahezu 300.000 Euro Förderung vom Land Niedersachsen für neue Projektidee - »Seesen City.Expo« soll Stadtzentrum aufwerten
Im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Landesentwicklung ist die Stadt Seesen gut bekannt. Schon einige Male hatte die Stadt erfolgreich Projektvorschläge eingereicht, um Fördergelder für die Vorhaben zu akquirieren und so den städtischen Haushalt zu entlasten. Auch der jüngste Förderantrag wurde aufgrund der gut präsentierten Projektskizze positiv beschieden. Und die dafür bewilligten Gelder lohnen sich allemal.
Vor wenigen Tagen überreichte die zuständige Landesministerin Melanie Walter einen Förderbescheid in Höhe von 288.900 Euro an die Stadt Seesen, um damit die geplante „Seesen City.Expo“ umfangreich zu unterstützen.
Inspiriert von der Expo 2000, die vor 26 Jahren in der Landeshauptstadt Hannover stattgefunden hat, will die Sehusa-Stadt in den kommenden Jahren ein ähnliches Projekt auf die Beine stellen – die „Seesen City.Expo“. Ausgangspunkt der Planungen ist das traditionelle Stadtfest, das in Zukunft deutlich größer und vielfältiger werden soll. In einer gemeinsamen Kooperation wollen die Stadt Seesen und die Wirtschaftsbetriebe Seesen/Harz GmbH die Innenstadt zu einem Markt- und Festplatz machen, an dem die ganze Stadt beteiligt ist. Ziel ist die Verbindung von Stadtfest, Gewerbeschau und Markttreiben.
Dazu soll eine große Festmeile mit Ständen, Bühnen, Pavillons und Zelten entstehen, die der lokalen Wirtschaft, Vereinen und Kulturschaffenden eine gemeinsame Plattform bietet. Ergänzend dazu sollen leerstehende Gewerbeimmobilien genutzt werden – und zwar weit über das Festwochenende hinaus. Ein Teil der bewilligten Fördergelder soll in die Nutzung leerstehender Gebäude der Seesener Innenstadt fließen.
Indem ein Teil dieser Gewerbeimmobilien dauerhaft zur Verfügung gestellt wird, kann er im Verlauf eines Jahres zu ganz unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Die mögliche Bandbreite reicht dabei vom Pop-Up-Store, der ein neues Geschäftsmodell ausprobiert, über die Vereinsinitiative, die dort Workshops anbietet, bis zum Sportverein, der die Räumlichkeiten zur Mitgliederwerbung nutzen möchte.
So werden nicht nur leere Schaufenster wieder belebt. Auch Verbände und junge Geschäftstreibende haben eine gute Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Und über die Belebung der Leerstände hinaus macht das Format die Vielfalt einer Kleinstadt im ländlichen Raum sichtbar und stärkt so die lokale Identität.