150 Jahre Seesener Beobachter - Sonderausstellung zur Zeit(ungs)geschichte im Städtischen Museum
Mit einer Sonderausstellung würdigt das Städtische Museum Seesen die 150-jährige Geschichte der lokalen Tageszeitung „Seesener Beobachter“. Unter dem Titel „Für alle merkwürdige Begebenheiten ein wachsames Auge“ (kein Tippfehler, sondern ein im Deutsch des 19. Jahrhunderts verfasster Werbespruch aus den Gründungzeit des Verlagshauses) sind Titelblätter aus anderthalb Jahrhunderten zu sehen.
Die feierliche Vernissage findet am Sonntag, 12. April, um 15 Uhr statt. Museumsleiter Dirk Stroschein ist tief in die Archive des Verlages eingetaucht und hat aus den vergangenen anderthalb Jahrhunderten besondere Nachrichten ausgewählt. Die besten Fundstücke hat er dann zu einer großen „Wandzeitung“ zusammengestellt.
Bei der Auswahl der Themen hat er sowohl weltgeschichtliche Ereignisse als auch lokale Besonderheiten berücksichtigt. Denn, so Dirk Stroschein, weiter: „Die lokale Tageszeitung ist wie kein anderer Chronist des gemeinschaftlichen Stadtgedächtnisses.“ Auch das älteste erhaltene Exemplar des „Beobachters“ ist dabei: Die Titelseite einer Ausgabe aus dem Jahr 1877.
Zudem hat sich das Städtische Museum zum Ziel gesetzt, die Geschichte fortzuschreiben: Besucher sind eingeladen, im Rahmen der Ausstellung ihre ganz eigenen Storys und Erlebnisse mit der Zeitung zu schildern. Diese „Geschichten aus Lesersicht“ können dann Bestandteil der Ausstellung werden und sollen in Auszügen auch veröffentlicht werden.
Und – als kleinen zusätzlichen Anreiz – laden das Museum und der Seesener Beobachter zu einem Ratespiel ein. Einmal wöchentlich veröffentlicht die Zeitung eine Quizfrage, die sich nach dem Besuch im Museum leicht beantworten lässt. Unter allen richtigen Antworten werden attraktive Preise verlost.
Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli und ist zu sehen während der allgemeinen Öffnungszeiten des Museums, dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen.