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Praktikum erleichtert Seesener Oberschülern, den richtigen Job für später zu finden

Die Zeit zwischen Halbjahreszeugnissen und Osterferien wird von vielen Schulen genutzt, um die Schüler durch ein Betriebspraktikum auf die Zeit nach dem Abschluss vorzubereiten. Auch die Neuntklässler der Seesener Oberschule sammeln dieser Tage erste Erfahrungen in der Welt der Berufe. Zwei von ihnen haben sich dabei für die Stadt Seesen entschieden.

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Praktikanten Oberschule Seesen (2)

Die 14-jährige Anida Krlic hatte sich um einen Praktikumsplatz bei der Verwaltung beworben. In den drei Wochen, die sie dort verbringt, lernt sie die Abteilung für Bürgerdienste kennen, den Fachbereich für Kultur und Wirtschaftsförderung sowie das Bauamt. So unterschiedliche Bereiche kennenzulernen, findet sie großartig. „Ich wollte zur Stadt, weil ich wissen wollte, was die Stadt für Aufgaben übernimmt und wie die Bürger daran teilhaben“, erklärt die Schülerin, deren liebstes Schulfach der Politikunterricht ist. Ihr erstes Zwischenfazit: „Die Aufgaben sind weit mehr als ich angenommen hatte.“ Ob sie sich denn auch vorstellen könne, später mal im öffentlichen Dienst zu arbeiten, beantwortet sie mit einem klaren Ja. Ein Job in der Verwaltung oder als Lehrkraft wäre genau das Passende, sagt sie.

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Praktikanten Oberschule Seesen (1)

Auch der zweite Praktikant, Dejan Julien Baiz, hat sich schon Gedanken über seine spätere Berufswahl gemacht. Eigentlich, so berichtet er, stand Lokführer bisher ganz oben auf seiner Liste. Jetzt ist eine Alternative dazu gekommen, die ähnlich spannend klingt: Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung. Er hat sich für ein Praktikum bei der Seesener Kläranlage entschieden und fühlt sich dort richtig wohl. „Hier wird ein unglaublich wichtiger Job erledigt“, sagt er. Dass er während seines Praktikums jeden Tag eine Stunde früher aufstehen muss als zu Schulzeiten, macht ihm wenig aus. Das Praktikum macht so viel Spaß, dass ich das gerne in Kauf nehme, sagt er.

Dieses Engagement schätzt auch Marius Bertram, Leiter der Seesener Kläranlage. „Als Betrieb machen wir uns eine Menge Gedanken, wie wir für die Schüler interessante Aufgaben finden“, sagt er. Und wenn dann jemand käme, wie der 16-jährige Dejan, „der neugierig ist und gern mitanpackt – dann lohnt sich diese Vorbereitung allemal.“ 

19.03.2026