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Ausstellung im Kirchenzentrum zeigt Bilder jüdischer Friedhöfe

Mit der Wanderausstellung „Haus der Ewigkeit“ zeigen die evangelische Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas, das Israel Jacobson Netzwerk und die Stadt Seesen in einem gemeinsamen Projekt künstlerische Fotografien jüdischer Friedhöfe. Bei der feierlichen Eröffnung waren neben Vertretern der beteiligten Organisatoren auch der Fotograf selbst anwesend. Erst im Frühjahr dieses Jahres hatte er seiner umfangreichen Sammlung mit Bildern jüdischer Friedhöfe aus Polen, Lettland, der Ukraine, Deutschland und der tschechischen Republik noch drei Aufnahmen vom Seesener Friedhof hinzugefügt.

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Haus der Ewigkeit

Jüdische Friedhöfe zählen neben Synagogen und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zu den zentralen Einrichtungen von jüdischen Gemeinden, was sie zu einem wesentlichen Bestandteil der jüdischen Alltagskultur macht. Die Grabsteine sind stille Zeugen der großen Vielfalt jüdischen Lebens, die im zentral- und osteuropäischen Raum ganz selbstverständlich war – bevor die Shoah (der Holocaust) dem ein schreckliches Ende setzte.

Aufgenommen und zusammengestellt wurden die Bilder von Fotograf Marcel Th. Jacobs. Dazu hat er verschiedene Friedhöfe besucht und die Aufnahmen mit einer klassischen Analog-Kamera festgehalten. Insgesamt 48 Bilder haben so Einzug in die Ausstellung gefunden – mit der Besonderheit, dass es bei der Ausstellung im Seesener Kirchenzentrum noch drei weitere Motive des hiesigen Friedhofs gibt. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Januar im Haus der Kirche zu sehen.

Auch Im Jacobson-Haus wird dieser Tag an das ehemals blühende Leben jüdischer Kultur in Seesen erinnert. Zwei Banner im Treppenhaus erinnern an die 267 Schüler der Jacobson-Schule, die während der Schreckensherrschaft der Nazis von diesen ermordet worden sind.

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Haus der Ewigkeit (3)
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Haus der Ewigkeit (2)

19.11.2025