Ausbau der Rhüdener Bohnenbleekstraße geht voran - Kanalsanierung als erster Bauabschnitt
Die Bohnenbleekstraße im Ortsteil Rhüden war ein viel diskutiertes Thema in der Planung städtischer Baumaßnahmen. Nachdem zuerst ein Teilausbau vorgesehen war, entschied man sich zum Ende der Beratungen für die Komplettsanierung. Neben der erforderlichen Sanierung des Regenwasserkanals wird auch die Straße in voller Länge ausgebaut. Jetzt sind die Bauarbeiten angelaufen. In einem ersten Abschnitt werden die notwendigen Sanierungen am Regenwasserkanal in offener Bauweise durchgeführt.
Die Baustelle ist so lang wie ein Fußballfeld. Überall stehen Baumaschinen herum. Vor allem die Bagger leisten ganze Arbeit: auf der gesperrten Straße liegen gewaltige Erdhaufen. In dem Graben, den sie ausgehoben haben, wird der neue Regenwasserkanal verlegt. Die riesigen Betonrohre liegen schon parat. Auch das Auslaufbauwerk ist bereits errichtet. Trotzdem gibt es einige Herausforderungen. „Ein im Lauf der Vorplanungen in Auftrag gegebenes Bodengutachten hatte festgestellt, dass der Untergrund an einigen Stellen verbessert werden muss“, erklärt Uwe Zimmermann, Leiter des Fachbereichs Bau bei der Stadt Seesen.
Der Beschluss, Straße und Kanal in einer großen Baumaßnahme zeitgleich zu erledigen, senkt die Kosten und macht die Abwicklung des Vorhabens einfacher. „So müssen wir den Straßenkörper lediglich einmal öffnen. Die Asphaltdeckschicht kann später in einem Zug neu eingebaut werden“, sagt Philipp Schittenhelm von der Tiefbauabteilung der Stadt.
Die nötigen Mittel für die Umsetzung des Projekts sind im Haushalt 2024 von der Politik bereitgestellt worden. Alles in allem belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 1,1 Millionen Euro. Weil die Baumaßnahme sowohl der Abwasserbeseitigung als Eigenbetrieb der Stadt wie auch der Stadt selbst zuzuordnen ist, werden die Investitionskosten auf beide Haushalte anteilig umgelegt.