Geschichtsprojekt der Kita Am Spottberg macht Vergangenheit erlebbar
Kinder nehmen die Welt, wie sie ist. Ihr Leben findet ganz in der Gegenwart statt. Ein „Mit dir rede ich nie wieder!“ dauert meist nur wenige Minuten. Aber dennoch sind sie sich darüber im Klaren, dass es bereits eine Welt „vor ihnen“ gab. Schließlich sind die Eltern und Großeltern deutlich älter… Doch wie verhält es sich mit der Geschichte der Stadt, in der sie leben? Auch sie hat eine Geschichte – aber die mehr als tausendjährige Vergangenheit „Sehusens“ ist selbst für Erwachsene nur schwer zu begreifen.
Um den Kindern trotzdem einen Eindruck von (lokaler) Geschichte zu vermitteln, haben sich die pädagogischen Kräfte der Kita Am Spottberg jetzt auf eine abenteuerliche Reise begeben. In einem mehrwöchigen Projekt erkunden die Kitakinder der Ött-Gruppe Seesen und seine abwechslungsreiche Vergangenheit. Der Start erfolgte kurz vor dem Sehusafest – ein Zeitpunkt, in dem sich ohnehin die ganze Stadt im „Historienfieber“ befindet.
Schon beim ersten Thema, der Sage vom Silberhohl, erlebten die Kinder, wie märchenhaft Geschichte sein kann. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen schrieben sie einen Brief an den guten Geist von Jutta, falteten ein Papierschiffchen daraus und setzten es in die Schildau. Der nächste Ausflug ging durch die Stadt, wo bereits die Kulissen fürs bevorstehende Sehusafest aufgebaut waren – eine perfekte Gelegenheit, die Geschichte anschaulich zu vermitteln. Besonderes Highlight des Ausflugs: Ein Picknick bei Ritter Benjamin und den Sehusa-Rittern.
Aber Seesen hat noch mehr zu bieten: In Mechtshausen erkundeten die Kinder das Leben von Wilhelm Busch, lernten beim Besuch der Stadtbibliothek das Jacobson-Haus kennen und werden zum Abschluss des Geschichtsprojekts noch einmal das Städtische Museum besuchen.
Alle Themen und Termine wurden in der Kita vor- und nachbereitet. So wird Geschichte auch schon im Kindergartenalter spannend und anschaulich.