Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide am Sonntag eröffnet - Feierliche Zeremonie und außergewöhnliche Stadtführung
Am Sonntag sind die 6. Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide gestartet. Zur Eröffnung der mehrwöchigen Veranstaltungsreihe hatte die Stadt ins Jacobson-Haus eingeladen. Rund 60 Menschen waren der Einladung gefolgt und erlebten eine feierliche Eröffnung mit Grußworten der Gastgeber und Organisatoren, einem Impulsvortrag des Seesener Jacobson-Spezialisten Dr. Joachim Frassl, einem Kurzfilm zur Jacobsonstraße und musikalischer Begleitung durch Claudia Schaare am Steinway-Flügel.
Seesens Bürgermeister Erik Homann, Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Renate Wagner-Redding, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, und Landtagsabgeordneter Pascal Mennen begrüßten die Gäste. In ihren Redebeiträgen merkten sie an, dass die Jüdischen Kulturtage über ebendieses Thema informieren wollen: die jüdische Kultur.
Bei den jüdischen Kulturtagen geht es nicht um Politik. Es geht um Geschichte. Bräuche. Sprache. Persönlichkeiten. Lieder. Traditionen. Und natürlich eine jahrtausendealte Religion.
Bürgermeister Erik Homann hob die besondere Bedeutung der lokalen jüdischen Geschichte hervor. In Seesen lebende Juden, beispielhaft die Familie Jacobson, haben über Jahrhunderte hinweg zur positiven Entwicklung der Stadt beigetragen. Wirtschaftlich. Gesellschaftlich. Kulturell.
In das umfangreiche Programm, das in diesem Jahr unter der Überschrift „jüdisch dabei“ steht, führten die Kurtorinnen der Veranstaltung Rebekka Denz, Katrin Keßler und Alissa Römling vom Israel Jacobson Netzwerk (IJN) ein.
Die Hauptperson, deren Biographie bei der Veranstaltung im Vordergrund steht, ist der Seesener Ehrenbürger Meyer Jacobson. Historiker Dr. Joachim Frassl resümierte in einem Impulsvortrag über das Leben des Waisenhausstifters und in einem Kurzfilm stellte Bürgermeister Erik Homann die Jacobsonstraße und ihre Bedeutung vor.
Mit einer besonderen Stadtführung zu Meyer Jacobson beendete Dr. Stefan Blöß, der bereits durch die Stadtführung „Jüdisches Seesen 1910“ bekannt ist, die Auftaktveranstaltung zu den Jüdischen Kulturtagen unter freiem Himmel.