6. Jüdische Kulturtage beginnen am Sonntag - Seesen erstmals Hauptgastgeberort der Veranstaltungsreihe zwischen Harz und Heide
Mit einem abwechslungsreichen Programm starten am Sonntag, 24. August in Seesen die Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide in Seesen. Inhaltlich beteiligt sich die Sehusa-Stadt schon lange an dieser interkommunalen Veranstaltung – in diesem Jahr kommt ihr erstmals die Rolle der Hauptgastgeber-Stadt zu.
In Seesen war vor allem die Familiendynastie der Jacobsons prägend für die jüdischen Einflüsse in der Geschichte der Stadt. Neben Israel Jacobson – dem Wegbereiter des Reform-Judentums, das von Seesen aus die Welt eroberte – kommt vor allem dessen Nachfahr Meyer Jacobson eine besondere Rolle zu. Dieser machte im 19. Jahrhundert als Stifter eines Waisenhauses in Seesen von sich reden und wurde wegen dieser großzügigen Spende auch erster Ehrenbürger der Sehusa-Stadt.
Am Sonntag, 24. August, werden die Jüdischen Kulturtage um 11 Uhr im Bürgersaal des Jacobson-Hauses eröffnet. Gäste sind willkommen. Am Nachmittag dann, um 15 Uhr, wird eine neue Stadtführung angeboten, die besonders das Leben und Schaffen Meyer Jacobsons in den Fokus rückt. Interessierte einer oder beider Veranstaltungen können sich unter kultur@seesen.de unkompliziert per E-Mail anmelden. Das Angebot ist gratis.
Damit ist der Auftakt gemacht. Aber die 6. Jüdischen Kulturtage haben in Seesen noch viele weitere Highlights im Veranstaltungskalender:
Von Montag, 25. August, bis Sonntag, 28. September, lädt das Städtische Museum zu einer Sonderausstellung ein. Der Lutteraner Künstler Klaus Müller hat drei Bilder des Jüdischen Friedhofs entworfen, die im Rahmen der Jüdischen Kulturtage im Foyer des Museums gezeigt werden.
Am Dienstag, 26. August, lädt die St. Andreas Kirche zu einer Führung durch das Gotteshaus ein und am Donnerstag, 28. August, begrüßt der Seesener Historiker Dr. Joachim Frassl im Jacobson-Haus interessierte Gäste zu seinem Vortrag „Meyer Jacobson und seine Waisenanstalt“. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Am Freitag, 29. August, wird im Jacobson-Haus eine filmische Biographie an den bekannten TV-Entertainer Hans Rosenthal erinnern und am Dienstag, 2. September, läuft im Gemeindehaus St. Andreas der Film „A Letter to David.“ Zu beiden Vorstellungen ist der Eintritt frei. Das Biopic zu Hans Rosenthal beginnt um 18.30 Uhr. Der Film im Gemeindehaus wird um 19 Uhr gezeigt.
Auch auf dem Sehusafest, das am Wochenende des 6. und 7. September in Seesen gefeiert wird, sind die Jüdischen Kulturtage mit einer Laubhütte des Israel Jacobson Netzwerks (IJN), genannt „Sukka“, dabei.
Weiter geht es am Freitag, 12. September, mit der bekannten Stadtführung „Jüdisches Seesen 1910“. Stadtführer Dr. Stefan Blöß erwartet seine Gäste um 18.30 Uhr. Den Schlusspunkt unter die Veranstaltungsreihe der Jüdischen Kulturtage in Seesen setzt erneut Dr. Joachim Frassl mit seinem Vortrag „Johann Rabener ist Jacques Rabinowitz“ am Dienstag, 16. September. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr im Jacobson-Haus.
Weitere Einzelheiten zum Programm der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide gibt es beim Stadtmarketing und Tourismus, dem Fachbereich V der Stadtverwaltung und beim Israel Jacobson Netzwerk online unter www.ij-n.de/events