Seit 1991 auf der Kläranlage gewesen - Hartmut Steinborn in Ruhestand verabschiedet
„Mit Ihnen geht nicht nur ein wertgeschätzter Mitarbeiter. Es verlässt uns auch viel Fachwissen und Erfahrung“, bekundete Seesens Bürgermeister Erik Homann bei der feierlichen Verabschiedung von Hartmut Steinborn. 1991 war der jetzige Ruheständler zur Stadt Seesen gekommen, um seinen Dienst auf der Kläranlage – damals noch im Werk Rhüden – anzutreten.
Hartmut Steinborn ist ein Urgestein der Sehusa-Stadt. In Mechtshausen geboren und eingeschult, hat er dort 1980 auch seine Ausbildung zum Elektrotechniker abgeschlossen. Dann folgte die Zeit bei der Bundeswehr, die er als Fernmeldetechniker in Wunstorf verbrachte. „Eine gute und interessante Zeit war das“, erinnert er sich. Aber Heimat ist nun mal Heimat und so kehrte er nach zwei Jahren zurück – um auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb zu unterstützen und gleichzeitig seinen Lehrberuf bei einem hiesigen Unternehmen auszuüben. Zur Stadt ist er gewechselt, weil er eine neue Herausforderung gesucht habe und diese ihm einen krisensicheren Arbeitsplatz anbieten konnte.
Eingestellt wurde er zwar sofort, aber es galt die Bedingung, dass er erst noch seine Facharbeiterprüfung zum Ver- und Entsorger ablegen musste. In mehreren Ausbildungsmodulen besuchte er die Stadt Norden in Ostfriesland, um dort sein Wissen zu erweitern. Dass er zu diesem Zeitpunkt bereits eine Menge Erfahrung in seinem Lehrberuf gesammelt hatte, spielte ihm in die Karten. Ohne Probleme legte er 1995 seine Fachprüfung ab. Eine Leistung – und vor allem auch ein Erfahrungswissen, der auch dem jetzigen Betriebsleiter der Kläranlage Marius Bertram größten Respekt zollt: „Hartmut Steinborn kennt wirklich jede Leitung auf der Anlage und findet für alles eine Lösung.“
So viel kollegialer Zusammenhalt zahlt sich aus. Denn obwohl Hartmut Steinborn jetzt in Rente geht, hat er seinem Team angeboten, dass man ihn jederzeit anrufen könne, „falls es mal Probleme gibt“. Mit Rührung nahm er die Entlassungsurkunde von Erik Homann entgegen und versprach – als Pferdefreund – dass das ihm außerdem überreichte Niedersachsenross aus Porzellan einen Ehrenplatz in seinem Zuhause finden werde. Seinen jetzigen neuen Lebensabschnitt als Rentner werde er aber „erst mal sacken lassen“ müssen.