Halterungen durchtrennt, Baken ins Bachbett geworfen - Gesperrte Fußgängerbrücken in Bornhausen sorgen für Ärger bei Anwohnern und Bauhof
Für viel Ärger sorgt zurzeit die Sperrung von zwei Fußgängerbrücken, die in Bornhausen über die Schildau führen. Weil der Rost sich in die Geländer gefressen hatte, war die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet. Um Unfälle zu vermeiden, errichtete der städtische Baubetriebshof Mitte März Absperrbaken.
Doch ganz offensichtlich stieß diese Schutzmaßnahme auf Unverständnis. Wieder und wieder wurden die Baken durch Unbekannte weg geschoben und die Brücke trotz Sperrung von Passanten als Überweg genutzt. Der Baubetriebshof, der für die Sicherung der Baustelle zuständig ist, rückte täglich aus, um die Baken an ihren ordnungsgemäßen Platz zurückzustellen. Eine lästige Aufgabe, denn schließlich haben die Mitarbeiter des Bauhofs eine Vielzahl anderer Projekte, um die sie sich kümmern müssen.
Während die Baken anfangs nur mit handelsüblichen Kabelbindern verzurrt waren, erhöhte der Baubetriebshof mit der Zeit die Befestigung und ersetzte die Kunststoffkabelbinder durch eine Halterung aus Metall – Durchschneiden ohne entsprechendes Werkzeug: unmöglich.
Problem geklärt? Leider nicht, denn in dieser Woche wurden die Baken nicht nur einfach zur Seite geschoben, sondern samt ihren schwergewichtigen Standfüßen ins Bachbett geworfen. Ein Akt der Sabotage, der offenlegt, dass der Streit um die notwendige Brückensperrung mehr und mehr eskaliert.
„Wir als Stadt haben die Pflicht, die Sicherheit der Brücke zu gewährleisten – und solange diese nicht gegeben ist, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Uwe Zimmermann, Fachbereichsleiter Bau bei der Stadt Seesen. Und weiter: Die zeitnahe Reparatur der Gelände habe eine hohe Priorität. Bis dahin bittet er um Verständnis, dass die Bornhäuser die nötigen Umwege in Kauf nehmen. Die jetzt geschehenen Sabotageakte würden dennoch einen Strafantrag wegen Sachbeschädigung zur Folge haben.