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Bau neuer Tanks macht Kläranlage zukunftssicher - Langfristige Kostenersparnis durch größere Lagerkapazitäten

Mit dem Bau von zwei neuen Tanks für Fällmittel macht sich die Seesener Kläranlage fit für die Zukunft. Fällmittel sind eine Eisenchloridverbindung, die benötigt werden, um das dort ankommende Abwasser von Schadstoffen – hauptsächlich Phosphate – zu reinigen. Notwendig ist der Neubau, weil der bisherige Tank Materialermüdungserscheinungen zeigt. Außerdem war er nach heutigen Maßstäben gemessen zu klein.

„Der Neubau ist aus verschiedenen Gründen wirtschaftlich die beste Lösung“, sagt Marius Bertram, Leiter der Seesener Kläranlage. Zwar wäre es grundsätzlich möglich gewesen, den vorhandenen Tank zu sanieren – aber das wäre Flickschusterei geblieben, die hohe Festkosten und noch höhere Investitionsrisiken verursacht hätte. Hinzu komme, dass das geringe Volumen des alten Tanks häufig Herausforderungen bei Anlieferungen des Fällmittels nach sich gezogen habe, so Marius Bertram weiter. „Wir mussten ständig Sorge dafür tragen, dass der Tanklaster, der uns das Eisenchlorid liefert, weitere Abnehmer für die Restmengen findet, weil er bei uns nur einen Teil seiner Ladung loswerden konnte.“ Jetzt könne man größere Mengen einlagern und erhalte damit auch viel bessere Preise.

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Fällmitteltanks Kläranlage2

Die Lieferung und Montage der zwei neuen Tanks mit einem Volumen von 15 Kubikmetern pro Stück ist für Mai dieses Jahres eingeplant. Bis dahin muss die Baustelle vor dem Gebäude zur Schlammentwässerung vorbereitet werden. Neben der Verlegung von Leitungen gilt es auch, eine wasserundurchlässige Betonwanne für den Umschlagplatz zu bauen. Weil Eisenchlorid als Gefahrstoff gilt, darf es nämlich nicht ins Grundwasser gelangen. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf etwa 340.000 Euro.

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Fällmitteltanks Kläranlage1

14.03.2025