Gründungs-Beratung in Seesens NewKammer bald noch umfangreicher - Mit Fördermitteln des Landes neues Projekt gestartet
Die Geschichte der NewKammer in Seesen ist eine einzige Erfolgsbilanz. Seit ihrer Gründung vor vier Jahren hat sie die Angebote zur wirtschaftlichen Entwicklung im ländlichen Raum stetig erweitert und ausgebaut.
Ein moderner Coworking Space, Beratungsangebote für Unternehmensgründer in enger Kooperation mit der TU Braunschweig und eine professionelle Netzwerkarbeit mit verschiedenen Partnern haben die Seesener NewKammer zu einem Leuchtturmprojekt wachsen lassen, dessen Bekanntheitsgrad weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.
Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus – Seesen, Goslar, Clausthal-Zellerfeld
Dank einer finanzstarken Zuwendung aus dem Landesministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung kann diese Arbeit jetzt weiter ausgebaut und auf eine interkommunale Ebene gehoben werden. Am Montag besuchte Landesministerin Wiebke Osigus die NewKammer, um den Förderbescheid in Höhe von 290.000 Euro persönlich zu übergeben. Die Gelder sind zweckgebunden und dienen der Anschubfinanzierung des Projekts „Vom Zukunftsraum zum Zukunftsnetzwerk: Gemeinsam für eine starke Region“. Empfänger der Zuwendung sind die NewKammer in Seesen und das MachMit!Haus in Goslar. Die wissenschaftliche Beratung und Evaluation erfolgt durch Steffen Küppers von der TU Clausthal mit dem „Center for Digital Technologies“.
Ziel ist die Förderung der Unternehmensgründungen im ländlichen Raum. „In diesem Bereich hat die Seesener NewKammer schon messbare Erfolge erzielt und bereits viele Start-Up-Unternehmen durch die besonders schwierige Zeit der Gründungsphase begleitet“, berichtet Seesens Bürgermeister Erik Homann. Dabei seien wichtige Erfahrungen gesammelt worden, die man jetzt gern mit anderen Kommunen teile. Und weiter: „Wir freuen uns, dass dieses wichtige Instrument zur wirtschaftlichen Entwicklung des ländlichen Raums so großzügig durch Finanzmittel des Landes gefördert werden. Die zur Verfügung gestellten Gelder helfen uns sehr, das bestehende Angebot weiter auszubauen und die Stadt Seesen für die Gründerszene noch attraktiver zu machen.“
Enge Einbindung der Bevölkerung durchs MachMit!Haus
Neu mit von der Partie ist das MachMit!Haus in Goslar – eine Begegnungsstätte, die als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft eingerichtet wurde und seit 2023 existiert. Im neuen Projekt „Vom Zukunftsraum zum Zukunftsnetzwerk: Gemeinsam für eine starke Region“ soll das MachMit!Haus Goslar unter anderem dazu beitragen, dass die interessierte Bevölkerung engmaschig und unkompliziert in aktuelle Vorhaben der lokalen Gründerszene eingebunden wird und innovative Geschäftsmodelle frühzeitig auf ihre Erfolgsaussichten überprüft werden können.
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem DIGIT-Programm der TU Clausthal sollen dort Studierende in neue Digitalisierungsprojekte eingebunden werden. Ziel ist neben der Entwicklung neuer innovativer Prototypen die direkte Erprobung in den Innenstädten. Dazu werden die Prototypen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen und Ausstellungen im MachMit!Haus präsentiert, und Bürger haben die Möglichkeit zum direkten Feedback. Ebendort sieht auch Ministerin Wiebke Osigus einen entscheidenden Vorteil des neuen Projekts. „Austausch und Vernetzung werden in der modernen Arbeitswelt immer wichtiger. Gerade diese niedrigschwelligen Projekte sind für Gründer, die sich neu am Markt etablieren, enorm wichtig.“
Um die Gründungsprojekte zu unterstützen und deren Marktreife weiter zu fördern, werden die Beratungsangebote in der NewKammer weiter ausgebaut. Mit den Fördergeldern wird eine neue Vollzeitstelle geschaffen, deren Aufgabe es sein wird, vorhandene und mögliche Synergieeffekte zwischen den Partnern optimal auszuschöpfen.