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Sonderausstellung im Städtischen Museum: »Brotzeit« - Eröffnung am Sonntag, 16. Februar

„Brotzeit“ heißt eine neue Sonderausstellung, die vom 16. Februar bis zu 9. November im Städtischen Museum Seesen zu sehen ist. Ermöglicht wurde sie durch die Kooperation mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen, einem gemeinnützigen Verein, dessen Ziele sich durch die regionale Kulturförderung definieren. Die Exponate verteilen sich auf zwei Räume im Erdgeschoss und unterteilen sich in drei Kategorien: „Brotschneider“, „Brotesser“ und „Brotbewahrer“.

Charlotte Kalla, Astrid Vettel und Linda Keil stehen inmitten von Kartons und Luftpolsterfolie. Im Auftrag des Landschaftsverbands kuratieren sie die Ausstellung und haben mit ihr schon verschiedene Orte bereist. Zuletzt waren sie mit der „Brotzeit“ im Schloss Fürstenberg und dann in Uslar. Wechselt der Ausstellungsort von einem Museum zum anderen, müssen sie jedesmal neu überlegen, wie sie die Exponate arrangieren. Bilder und Infotafeln werden an die Wände gehängt, Frühstücksbrettchen in Regale gestellt, Vitrinen und mit Brotschneidemaschinen und Brotkisten bestückt.

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Brotzeit1

Nicht immer reicht der zur Verfügung stehende Platz. Deshalb müssen sie in ihrer Konzeption recht genau bedenken, welche Ausstellungsstücke sie unbedingt zeigen wollen und welche Exponate in den Kisten bleiben müssen. Durch Spenden von Sammlern ist die Zahl möglicher Ausstellungsstücke recht umfangreich geworden. Kreativität und Pragmatismus sind gefragt.

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Brotzeit2

Im Städtischen Museum Seesen sind sie zwar eine Weile nicht mehr gewesen – trotzdem kennt man sich gut. Schon beim Auswählen und Zusammenpacken der Ausstellungsstücke fand ein reger Austausch mit Seesens Museumsleiter Dirk Stroschein statt. Dieser kennt nicht nur die eigenen Räume am besten. Er plant und gestaltet auch regelmäßig eigene Sonderausstellungen in „seinem“ Museum.

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Brotzeit3

Für den Aufbau haben die Museumsberaterinnen vom Landschaftsverband drei Arbeitstage eingeplant. Nach und nach finden die 40 Brotschneidemaschinen, 80 Frühstücksbrettchen, 12 Brotkisten, 3 Toaster und 10 großformatige Fotografien ihren Platz in den Räumen. Die Optik muss stimmen, die drei Themenwelten (Schneider, Esser, Bewahrer) müssen passig sind, die gezeigten Fotografien und Texterklärungen müssen gerade an den Wänden hängen.

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Brotzeit4

Schließlich sollen die Besucher sich wohlfühlen und Informationen zu den Exponaten leicht verständlich vorfinden. Nach und nach leeren sich die Kartons und die Vitrinen und Regale füllen sich. Schon während der Aufbauarbeiten wird klar: Brot – so alltäglich es uns erscheinen mag – ist, wenn man es im geschichtlichen Kontext betrachtet, eine kleine Wissenschaft für sich. Ein Nahrungsmittel mit einer Geschichte, die erzählt werden will. Ein Thema, das einen Museumsbesuch wert ist.

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Brotzeit5

Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 16. Februar, um 15 Uhr. Neben Bürgermeister Erik Homann wird auch Astrid Vettel vom Landschaftsverband einige einführende Worte zu dieser Sonderausstellung sprechen.

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Brotzeit6

12.02.2025