40 Jahre Kita Am Schulplatz - Dienstjubiläum von Erzieherin Martina Finster
Eigentlich, so berichtet Martina Finster während der Feierstunde zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum bei der Stadt Seesen, habe sie früher einmal Zahnarzthelferin werden wollen. Ob sie ihr kreatives Talent in diesem Berufszweig so hätte ausleben wie als Erzieherin – wer weiß? In der Kita Am Schulplatz wurden ihre Phantasie und ihr Einfallreichtum jedenfalls hoch geschätzt.
Als Martina Finster 1985 bei der Stadt Seesen begann, hatte sie gerade ihr berufliches Anerkennungsjahr bei der Lebenshilfe abgeschlossen. Trotz guter Leistungen konnte der Verein ihr keine Weiterbeschäftigung in Aussicht stellen, weil es keine freien Planstellen gab. Die Stadt hingegen suchte Personal – vor allem in der Kita Am Schulplatz, die wegen der hohen Anmeldezahlen eine weitere Gruppe eröffnet hatte. „Wussten Sie eigentlich, dass Sie sich damals gegen 30 weitere Mitbewerberinnen durchgesetzt hatten?“, fragte Bürgermeister Erik Homann die Jubilarin bei der Feierstunde.
Nun, das waren eben andere Zeiten. Insgesamt habe sich viel geändert im Aufgabenfeld der Erzieherin, sagt Martina Finster. Die Ansprüche der Kinder und Eltern seien gestiegen, die Dokumentation habe zugenommen und die kulturelle Vielfalt sei gewachsen. Was geblieben ist, sind die unverfälschten, ehrlichen Emotionen der Kinder. Ihre Freude und Dankbarkeit, ihr Vertrauen und ihr Spaß – diese Dinge seien es, die den Beruf der Erzieherin so interessant und wertvoll machten, sagt Martina Finster.
Ihre Kolleginnen, die diesen Ausspruch mit einem scherzhaften: „Dann bleib doch noch weitere 40 Jahre“ kommentierten, wollte Martina Finster dann aber doch nicht zustimmen. „Nein, das schaffe ich nicht mehr“, stimmte sie in das Gelächter ein.