»Amphibischer Rasenmäher« macht stadteigene Gewässer wieder ansehnlich - Schilfgras zurückgeschnitten
Wer in diesen Tagen am Teich hinter dem Städtischen Museum spazieren gegangen ist oder beim Regenrückhaltebecken im Industriegebiet Triftstraße unterwegs war, dem könnte ein seltsames Gefährt auf dem Wasser aufgefallen sein. Die Stadt Seesen, die Eigentümer der besagten Flächen ist, hat in den beiden Gewässern das Schilfgras zurückschneiden lassen.
Zwar sorgt das Schilfgras im Uferbereich für ein dekoratives Ambiente – verbreitet es sich aber zu stark, kann es die biologische Vielfalt des Gewässers negativ beeinflussen. Am Museumsteich hatte es sich schon weit auf die Wasseroberfläche ausgedehnt, und auch das Regenrückhaltebecken im Industriegebiet Triftstraße war in den Böschungsbereichen bereits arg zugewuchert.
Um der Lage Herr zu werden, hat die Stadtverwaltung eine Spezialfirma für Gewässersanierung beauftragt, das Schilf zurückzuschneiden. Die Maschine sieht aus, als hätte man einen Maishäcksler mit einem Tretboot gekreuzt. Aber außergewöhnliche Aufgaben verlangen nun mal ebensolche Lösungen.
„Um Rücksicht auf die natürlichen Bedürfnisse von Fauna und Flora zu nehmen, mussten wir etwa die Hälfte der Gräser stehen lassen“, erklärt Michael Paetz vom städtischen Bauamt. Außerdem war wichtig, dass die Arbeiten beendet sind, bevor im Frühjahr die Brut- und Nistzeit beginnt. Bei den Arbeiten waren auch Mitarbeiter des Städtischen Baubetriebshof und der Abwasserbeseitigung im Einsatz. Ihre Aufgabe war es, die Bäume an der Uferböschung zurückzuschneiden und die Pflanzenteile abzutransportieren, damit sie kompostiert werden können.