Neue Geschäftsideen als Teil der Ausbildungsinhalte
Im Anschluss an die Ausbildung Bewerbungen schreiben, um den passenden Job zu finden – oder lieber gleich selbständig machen und das eigene Unternehmen gründen? Eine wichtige Frage – besonders für junge Menschen, die noch ganz am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen. Damit werden sie zur perfekten Zielgruppe für das Programm „Entrepreneurship Hub“, einem Gemeinschaftsprojekt der Stadt Seesen mit der TU Braunschweig unter Leitung von Prof. Dr. Reza Asghari.
Zwei Tage lang waren Referenten des Projekts in den Berufsbildenden Schulen in Seesen, um den dortigen Auszubildenden die Chancen und Möglichkeiten der Unternehmensgründung näher zu bringen. In Vorträgen, Gruppenarbeiten und Rollenspielen wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zum selbständigen Unternehmen durchgespielt.
Dabei ging es mit ganz einfachen Fragestellungen los. „Was ist im eigenen Alltag verbesserungswürdig? Wo bleiben Potenziale ungenutzt?“ wollte Referent Dierck Tietje von den Kursteilnehmern wissen. Denn: „Genau dort entstehen Geschäftsideen, die sich vermarkten lassen.“ Im Weiteren ging es darum, die Basis dieser Ideen professionell weiterzuentwickeln. Beispielsweise, indem man eine Marktanalyse durchführt, den Kundenkreis definiert und Geldgeber für das Start-Up akquiriert.
Derart mit den nötigen Fachkenntnissen ausgestattet, entwickelten die Kursteilnehmer ein – noch – fiktives Unternehmen, inklusive Angebotspalette, Werbestrategie, Konsumentenkreis, Standort, Logo und stellten es im Rahmen des Workshops vor. Bei diesem sogenannten „Pitch“ fungierte eine dreiköpfige Jury, bestehend aus den lokalansässigen Unternehmern Carsten Aßmann und Maren Woltmann und Jan-Niklas Kott von der Seesener Newkammer. Mit ihrer Expertise wiesen sie die potenziellen Gründer auf ungeklärte Fragestellungen hin, gaben ihnen Tipps zur Optimierung ihres Vorhabens und ermunterten sie, ihre fiktiven Ideen in die Tat umzusetzen. Die Stadt Seesen bietet dafür beste Voraussetzungen.