Seesen ist Hauptgastgeberort für die Jüdischen Kulturtage 2025 - Erste Programmpunkte bereits in Planung
Die Jahrhunderte alte Geschichte des Judentums in Deutschland mit der aktuellen Gegenwart zu verknüpfen – das ist das Ziel der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die seit 2018 vom Israel Jacobson Netzwerk (IJN) ausgerichtet werden. Mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Filmen und weiteren kulturellen „Brückenbauern“ werden Schlaglichter gesetzt, die verdeutlichen, was jüdisch-sein hierzulande und heutzutage ausmacht.
Das IJN setzt jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt und wählt eine Stadt aus der Region zum Hauptgastgeberort. 2025, im sechsten Jahr seit Beginn der Veranstaltungsreihe, fällt die Rolle des Gastgebers erstmals der Stadt Seesen zu. Das Motto lautet „Jüdisch dabei“.
Am Beispiel der Person Meyer Jacobson, der 1851 zum ersten Ehrenbürger der Sehusa-Stadt ernannt worden war, sollen Themen der gesellschaftlichen Teilhabe von Juden in den Blick genommen werden. Meyer Jacobson ist Sohn des großen jüdischen Reformators Israel Jacobson und machte sich in Seesen einen Namen, indem er das Erbe seines Vaters fortführte, und eine Waisenanstalt eröffnete, in der Kinder aller Religionen und Konfessionen aufgenommen wurden.
Die Jüdischen Kulturtage laufen vom 24. August bis zum 28. September kommenden Jahres. Außer der Hauptgastgeberstadt Seesen sind alle Kommunen zwischen Harz und Heide eingeladen, sich mit Beiträgen an der Veranstaltungsreihe zu beteiligen. Lediglich die Tage vom 23. und 24. September sollen programmfrei bleiben, da in dieser Zeit das Jüdische Neujahrsfest „Rosch haShana“ gefeiert wird.
Catharina Schubert, Projektmanagerin der Stadt Seesen und zentrale Ansprechpartnerin für die Durchführung der Jüdischen Kulturtage in der Sehusa-Stadt, gibt schon mal einen Ausblick auf das Programm, dass hier vor Ort zu erwarten ist: „Wir haben für jeden etwas in unserem geplanten Programm dabei - für Groß und Klein, zum Mitmachen, kreativ sein, Zuhören, Erfahren und Erleben. Das Motto „Jüdisch dabei“ umfasst auch die Themen gesellschaftliches Engagement und gesellschaftliche Teilhabe. Dabei geht es uns um den kulturellen und interkulturellen Austausch ganz im Jacobsonschen Ansatz von vor mehr als 200 Jahren.“
Der gesamte Veranstaltungskalender aller beteiligter Kommunen wird in einem Programmheft zusammengefasst und im Frühjahr kommenden Jahres öffentlich gemacht. Wer sich mit einer Veranstaltung an den Jüdischen Kulturtagen beteiligen und diese im Programmheft aufgenommen wissen möchte, hat dazu Zeit bis zum Redaktionsschluss am 15. April 2025. Weitere Informationen unter www.ij-n.de