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Andacht zu November-Pogromen im Gedenken an die Vergangenheit und Mahnung für die Zukunft

Die November-Pogrome vor 86 Jahren stehen für das schrecklichste Kapitel der deutschen Geschichte. Sie markieren den Untergang der Zivilisation, der Moral, der Menschlichkeit. Am Sonnabend, 9. November, versammelten sich zahlreiche Menschen am Jacobson-Platz – dem Ort, wo einst der jüdische Tempel stand – zum Gedenken an die Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden während der Schreckensherrschaft der Nazis. 

Mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute an der Gedenkstele wurde die Zeremonie traditionell eröffnet. Im Anschluss traten Bürgermeister Erik Homann, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hilla Padditz, Stefan Bungert als Schulleiter des Jacobson-Gymnasiums und Thomas Weißer, Pfarrer der St. Andreas Gemeinde ans Mikrofon, um an das Vergangene zu erinnern, die Gegenwart zu reflektieren und für die Zukunft zu mahnen.

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In bewegenden Worten erinnerten die Redner an Siegfried Nußbaum, Küster der Seesener Syngagoge, der von den Nazis ermordet wurde. Sie beleuchteten die aktuelle politische Situation, in der extremistische Weltanschauungen zunehmend erstarken und die gesellschaftliche Ordnung infrage stellen. Sie sprachen von den jungen Menschen, die die Geschichte der NS-Diktatur nur aus den Archiven kennen und dennoch Verantwortung dafür tragen, dass sich die Ereignisse von damals nie wiederholen dürfen. Und es wurde auch hebräisch gesprochen – nämlich das Zitat des Propheten Maleachi aus dem Alten Testament, das, in Metall gegossen, auf der Gedenkstele verewigt ist: „Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen?“

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12.11.2024