Fremsprache Deutsch - Gemeinsames Lernen im Integrationscafé
Blumen stehen auf den Tischen, Wasserflaschen und Gläser. Die Tische sind zu Sitzgruppen vereinigt, an denen 6 bis 8 Menschen Platz finden. Ludmila Heilmann, Integrationsbeauftragte der Stadt Seesen, hat für Gemütlichkeit gesorgt im Klassenzimmer des Jacobson-Hauses. Trotz des heißen Wetters weiß sie, das offene Integrationscafé im Jacobson-Haus wird gut besucht sein. Sie hat ausreichend Erfahrungswerte, auf die sie sich verlassen kann. Seit Jahren lädt sie dazu ein. Das Ziel: Lernen der Fremdsprache deutsch – im alltäglichen Gespräch.
Auch an diesem Montag ist die Runde der Gäste multinational. Die Mehrzahl der Menschen ist aus der Ukraine geflüchtet, aber auch Menschen aus Syrien und dem Irak sind dabei. Um sich untereinander auszutauschen, sprechen sie deutsch miteinander. Wie sollte es anders gehen?
Hin und wieder wird eine Rede von einer selbst gestellten Frage unterbrochen – „war das richtig, was ich gesagt habe?“. Wer´s besser weiß, weil die Sprachkenntnisse schon besser sitzen, korrigiert. Und auch auf die Ehrenamtlichen kann Ludmila Heilmann sich verlassen. Eine von ihnen ist Ilse Pistor, 91 Jahre alt. Sie unterstützt das Integrationscafé seit 2015 und ist stets mit größtem Interesse dabei. „Es ist ja nicht nur so, dass ich selbst auch ganz viel dabei lerne und erfahre. Ich möchte für so viele gute Jahre in meinem eigenen Leben auch etwas zurückgeben.“