Veranstaltungskalender der städtischen Homepage selbst pflegen
Mit einem neuen Angebot auf ihrer Homepage erleichtert die Stadt Seesen Veranstaltern, Kulturvereinen, Sport- und Naturverbänden sowie weiteren Einrichtungen das Bewerben ihrer Veranstaltungen. Interessierte können jetzt eigenständig ihre Termine eintragen und ihre Angebote über den Veranstaltungskalender der Stadt bewerben.
Um sicher zu sein, dass das neue Format auch nutzerfreundlich und selbsterklärend ist, haben wir den Test gemacht: Im Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen klicken sich die Vorstandsmitglieder des Fördervereins durch die Fragefelder der Internetseite. „Wir haben über den Jahresverlauf eine ganze Menge Abwechslung im Angebot“, erklären Hildegard Reinecke und Reinhard und Christine Skott. Neben wechselnden Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen gehören auch ein Gartenfest, ein Kleinkunst-Brunch sowie Lesungen und Vorträge zum Veranstaltungskalender des Hauses. Damit sind sie die idealen „Kandidaten“ für das neue System der Datenerfassung.
Kategorie, Kosten und Termin – aber Region?
Die Homepage der Stadtverwaltung ist allen bekannt, selbst eine Veranstaltung dort eingetragen hat noch keiner von ihnen. Christine Skott bewegt den Mauszeiger auf der Homepage der Stadt zum Punkt „Veranstaltungen“ und klickt auf die Option „Veranstaltung eintragen“.
Los geht es mit der Auswahl der entsprechenden Kategorie. Nach kurzer Absprache einigen sich die drei Vorstandsmitglieder auf „Kultur und Theater“. Die Auswahl der vorhandenen Einträge bewerten sie als angenehm übersichtlich. Auch die nächsten Felder „Titel“ und „Beschreibung“ sind für sie selbsterklärend. Unter „Termin“ lassen sich Beginn und Ende der Veranstaltung minutengenau eintragen – ebenfalls kinderleicht. Beim Menüpunkt „Kosten“ besteht die Möglichkeit, Eintrittspreise oder Teilnahmegebühren bekannt zu geben. Das Untermenü „Preishinweis“ muss einmal kurz durchdacht werden – aber schnell ist klar, dass hier zum Beispiel Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Auszubildende oder sonstige Preisnachlässe eingetragen werden können.
Eine kleine Hürde gibt es beim nächsten Eintragungshinweis. Ein Veranstaltungsort muss im Eingabefeld eingetragen werden. Zwar ist in der vorgefertigten Auswahl an Veranstaltungsorten das Wilhelm-Busch-Haus bereits angelegt – offen bleibt für Hildegard Reinecke und das Ehepaar Skott aber, was im Feld „Region“ einzutragen sei. „Region – was soll das denn heißen?“, wundern sie sich. „Der Ort, Mechtshausen, sagt doch alles.“
Gleich geschafft. Unter der Rubrik „Veranstalter“ gibt das System wieder eine Auswahl bereits angelegter Kontakte vor. Dank alphabetischer Sortierung ist der „Förderkreis Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen“ unter den 130 Einträgen schnell gefunden und angeklickt.
Wird ein Bild hochgeladen, ist es möglich im Feld „Copyright“, den Fotografen zu benennen und so die Urheberrechte zu beachten. Außerdem kann es als graphisches Element mit Worten beschrieben werden. Dieser Service richtet sich an Menschen mit Sehbehinderungen. Nutzer können sich dann den eingegebenen Text vorlesen lassen – ein wichtiger Bestandteil zur Barrierefreiheit der Seite.
Sichtung durch städtische Mitarbeitende vor Veröffentlichung
Im letzten Feld wird die E-Mail-Adresse desjenigen abgefragt, der die Veranstaltung im System eingetragen hat. Denn die eingegebenen Daten sind nicht sofort für alle Besucher der Seite sichtbar. Um vor Missbrauch geschützt zu sein, laufen die Daten im Veranstaltungskalender erst einmal nur in der Stadtverwaltung auf. Dort werden die Inhalte kurz gesichtet und im Anschluss freigeschaltet. Außerdem erhält der Absender eine Nachricht an sein E-Mailpostfach, dass die von ihm eingetragene Veranstaltung jetzt auf der Homepage der Stadt gelistet ist. Diese E-Mail muss er dann mit einem Klick bestätigen. Werden im Anschluss noch weitere Änderungen zur Bewerbung der Veranstaltung nötig, kann der Absender die Daten dann sogar selbst ändern.
Wie kommt der neue Service bei den Anwendern an? „Eine prima Sache“, heißt es vom Förderkreis des Wilhelm-Busch-Hauses, „wir werden das auf jeden Fall nutzen.“ Die Bedienung sei überwiegend selbsterklärend und die Einträge sind schnell erledigt. „Nur an der einen oder anderen Stelle ist es ein wenig zu viel, was abgefragt ist“, befinden sie und winken ab beim Feld „Region“ und dem Eintrag für die Sprachausgabe zur Beschreibung eines hochgeladenen Bildes. „Diese Felder werden wir einfach offenlassen.“