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Künstlernachmittag im Museum

Bild vergrößern: Elisabeth Paetz-Kalich vor ihren Mooswichten (Fotomontage).
Elisabeth Paetz-Kalich vor ihren Mooswichten (Fotomontage).

Ein Nachmittag mit Elisabeth Paetz-Kalich im Reiche der Mooswichte

Besucher können Künstlerin am 28. April persönlich im Städtischen Museum treffen

Das Städtische Museum Seesen lädt am Sonntagnachmittag, 28. April, ab 15 Uhr zu einem besonderen Besuch in die aktuelle „Mooswichte“-Ausstellung ein. Dann nämlich wird die Künstlerin, Elisabeth Paetz-Kalich, persönlich vor Ort sein und es besteht die Möglichkeit, mit ihr über Ihre Kunst und das Mooswichte-Werk im speziellen ins Gespräch zu kommen.
 

Den meisten Seesenerinnen und Seesenern ist sie bekannt als „Mutter des Sehusafestes“, und seit dem Jahr 2005 ist sie auch Ehrenbürgerin der Harzstadt. Sie hat ihre Kindheit und Jugend hier verbracht, bevor sie in Dresden ein Studium der Malerei absolvierte. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs kam sie zurück und bezog mit ihrem Mann das selbstgebaute Haus auf der Wilhelmshöhe. Die Rede ist von Elisabeth Paetz-Kalich. Und wenn man an ihre Kunstwerke denkt, haben viele zunächst die historischen Ansichten Alt-Seesens oder Natur- und Jagdmotive vor Augen.

Bereits seit Februar zeigt das Städtische Museum nun ein weitgehend eher unbekanntes Werk der Künstlerin, Original-Illustrationen und Verse aus der „Mooswichte-Welt“:

Zu Beginn der 1950er Jahre erdachte sich Elisabeth Paetz-Kalich für ihre kleine Tochter Maria-Sybille Geschichten und Figuren aus dem „Reiche der Mooswichte“ und ließ diese Welt in selbstverfassten Versen sowie farbig-leuchtenden und bezaubernd-detailreichen Bildern lebendig werden.

Und mehr noch: Nicht nur lasen und betrachteten Mutter und Tochter damals immer wieder gemeinsam diese Geschichten um Mooswicht, Elfen, Blättermuhme, Wurzelhexe, Nixen und Nebelfrauen, - sie spannen deren Abenteuer auch weiter: es entstanden kleine Wichtfiguren und Dioramen der moosigen Wichtewelt, die ihren Platz in der realen Welt des eigenen Hauses, Gartens oder des nahen Waldes fanden.

Enkeltochter Astrid, die als Kind selbst diese Wichtewelt spielerisch erkundete, hat für die aktuelle Sonderausstellung einige Dioramen - teils noch mit den Originalfiguren aus den 1950er Jahren - in den Museumsvitrinen rekonstruiert. Am 28. April werden auch weitere, inzwischen von den Originalillustrationen neu inspirierte Dioramen präsentiert. 

Die Ausstellung ist noch bis Anfang August im Städtischen Museum zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr) zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
23.04.2024