Gelebte Städtepartnerschaft: Delegation aus Carpentras besucht Sehusafest - Offizieller Empfang im Jacobson-Haus
Die Städtepartnerschaft zwischen Seesen und dem französischen Carpentras ist kein Papiertiger, sondern echte, gelebte Freundschaft. Das zeigt sich durch regelmäßige Austausche, die in beiden Richtungen stattfinden. Anlässlich des Sehusafestes besuchte jetzt wieder eine französische Delegation die Sehusa-Stadt und wurde von Bürgermeister Erik Homann und Kollegen sowie zahlreichen Mitgliedern des Partnerschaftsvereins im Jacobson-Haus auf das Herzlichste empfangen.
In seiner Rede, die Erik Homann in beiden Sprachen – französisch und deutsch – hielt, betonte er die Wichtigkeit des europäischen Gedankens. „Europa findet nicht nur im Plenarsaal in Brüssel statt, sondern hier: in der Begegnung zweier Nationen, die private, freundschaftliche Beziehungen pflegen.“ Das gegenseitige Kennenlernen und der gemeinsame Austausch untereinander sei ein Garant für Frieden und Völkerverständigung.
Zudem könne man dabei voneinander lernen, so Erik Homann weiter. Als Beispiel führte er an, dass die Neugestaltung der Seesener Stadtbibliothek sich von ihrem Pendant in der französischen Partnerstadt inspiriert haben lasse. Die Gäste, die daraufhin um eine spontane Besichtigung baten, kehrten voll des Lobes aus den Bibliotheksräumen zurück und versicherten den Seesener Stadtvertretern, dass dieses Projekt wirklich sehr gelungen sei.
Im Anschluss an den Empfang im Jacobson-Haus besuchte die Gruppe das Sehusafest. Auch hier gibt es eine Gemeinsamkeit: Im französischen Carpentras findet jedes Jahr ein Marktfest zu Ehren eines Heiligen statt. Den Markt „Foire St. Siffrein“ gibt es seit mehr als 500 Jahren. Damit ist er nicht ganz so alt wie die historische Nacherzählung, die auf dem Sehusafest gefeiert wird – reicht aber bis (fast) ins Mittelalter zurück.