Fördermöglichkeit "Klimafreundlich leben"
Ob Sonnensegel für das Vereinsgelände, Mitmach-Workshops für Kinder oder Anschauungsmaterialien für Umwelt-Aktionen: Der Regionalverband Großraum Braunschweig hat die zweite Bewerbungsrunde seines Förderprogramms „Klimafreundlich leben“ eröffnet. Bis zum Stichtag am 1. September 2026 haben ehrenamtliche Initiativen, eingetragene Vereine und engagierte Kleingruppen die Chance, ihre Projekte für mehr Nachhaltigkeit und Klimaanpassung fördern zu lassen. Wie groß das Interesse in der Region ist, zeigte bereits die erste Förderrunde dieses Jahres, in der aus 25 eingereichten Anträgen bereits 14 Vorhaben mit insgesamt über 30.000 Euro unterstützt werden konnten.
Eine bedeutende Neuerung seit diesem Jahr ist die gezielte Unterstützung von Maßnahmen zur Klimaanpassung. Neben klassischem Klimaschutz stehen nun auch praktische Lösungen gegen die Spuren des Klimawandels im Fokus. Gefördert werden beispielsweise Beschattungsanlagen für Outdoor-Lernräume und Kitagelände, Wetterstationen zur Umweltbildung oder Bildungsangebote, die Kinder und Jugendliche frühzeitig für den Umweltschutz sensibilisieren. Die finanzielle Unterstützung ist dabei äußerst attraktiv gestaltet: Bei einer Antragssumme zwischen 300 und 10.000 Euro übernimmt der Regionalverband bis zu 95 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, während der Antragsteller lediglich einen Eigenanteil von mindestens 5 Prozent beisteuern muss.
Wer eine Projektidee einreichen möchte, sollte die Vorgaben der Förderrichtlinie beachten. Zuwendungsfähig sind unter anderem Honorarkosten für Referenten, Material- und Gebrauchsgegenstände für Vorhaben, Flyer- und Druckaufträge sowie Mieten für Veranstaltungsräume. Sämtliche Anschaffungen müssen dabei Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Nicht gefördert werden hingegen laufende Betriebskosten der Vereine, Anlagen zur Energieerzeugung wie Photovoltaik oder energetische Gebäudesanierungen. Zudem muss das Projekt der breiten Öffentlichkeit oder einer größeren Zielgruppe zugutekommen und darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden sein.
Sollten mehr Anträge eingehen als Haushaltsmittel vorhanden sind, entscheidet eine Jury anhand klarer Kriterien. Bewertet werden vor allem die Aktivierung und Reichweite des Vorhabens, die Ansprache neuer Zielgruppen, die langfristige Verankerung der Idee sowie ein angemessenes Verhältnis von Kosten und Nutzen.
Wer mit seinem Verein oder seiner Initiative ein passendes Projekt plant, sollte die verbleibende Zeit bis zum 1. September 2026 nutzen. Die vollständigen Antragsunterlagen inklusive Kosten- und Finanzierungsplan sind schriftlich beim Team Klima des Regionalverbandes Großraum Braunschweig einzureichen. Alle Details sowie die Formulare stehen online auf der Seite des Regionalverbands zur Verfügung.