Erster Einblick ins Berufsleben - Zwei Schüler des Jacobson-Gymnasiums absolvieren Praktikum bei der Stadtverwaltung
Kollegen statt Mitschüler. Team-Meetings anstelle von Pausenhofgesprächen. Keine Klausuren, sondern Arbeitsaufträge. Der Alltag von Lana Meergans und Giulio Müller sieht in diesen Wochen deutlich anders aus. Eigentlich besuchen die beiden 17-Jährigen die 11. Klasse des hiesigen Jacobson-Gymnasiums – aber zurzeit absolvieren sie ein schulisches Berufspraktikum bei der Seesener Stadtverwaltung. Der „Ausflug“ in die Arbeitswelt verschafft ihnen wertvolle Einblicke in die Zeit nach der Schule und schafft Klarheit, welcher Karriereweg später einmal der richtige für sie sein könnte.
Um möglichst unterschiedliche Einblicke in die Aufgaben der Stadt Seesen zu bekommen, hat Lana Meergans bei ihrer Bewerbung für einen Praktikumsplatz bei der Stadt den Wunsch geäußert, mehrere Abteilungen der Stadtverwaltung kennenzulernen. Neben dem Fachbereich für Kultur und Wirtschaftsförderung hospitiert sie auch in der Personalabteilung und im Bürgerbüro. „Ich bin sehr herzlich willkommen geheißen worden und durfte ganz viele Fragen stellen“ schildert sie ihre Eindrücke. Die Arbeit in der Stadtverwaltung hat ihr Spaß gemacht. „Die Aufgaben sind spannend und man hat viel mit Menschen zu tun.“
Giulio Müller hat sich für weniger Breite und dafür mehr Tiefe entschieden. Er verbringt die kompletten drei Wochen seiner Praktikumszeit bei der Abteilung für Informationstechnologie (IT). Ihm gefällt besonders, dass ihm die Kollegen Aufgaben anvertraut haben, die er selbständig bearbeiten konnte: die Überprüfung von Hardware gehört ebenso dazu wie die Installation und Aktualisierung von Apps und Programmen. „Als Schüler kenne ich die Schulverwaltungssoftware iServ nur aus der Perspektive der Nutzer. Hier bei der Stadt lerne ich auch mal die Hintergründe kennen“, sagt er.
Im Anschluss an ihre Hospitation müssen sie für die Schule einen Praktikumsbericht verfassen. Wichtiger Punkt dabei: Die Erwartungen, die sie im Vorfeld des Praktikums hatten, mit den Erfahrungen, die sie am Ende der Zeit mitgenommen haben, gegenüberzustellen.
Und würden sie ihren jüngeren Mitschülern denn auch empfehlen, ein Praktikum bei der Stadt zu machen? „Ganz klar!“, sind die beiden sich einig.