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Im Rathaus auf Reisen gehen: Neue Ausstellung eröffnet

Bild vergrößern: Anika Dominik, Laudatorin und Ehefrau, Sohn Luke, Künstler Anselm Homey, Kuratorin Margarete Nußbaum und Bürgermeister Erik Homann stehen in einer Reihe vor zwei Werken des Künstlers im Flur des Rathauses der Stadt Seesen.
Vernissage mit Anselm Homey (Mitte)

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ – und im Fall von Anselm Homey auch in den schönsten Acryl- und Ölfarben malen. Denn der aus Braunschweig stammende Künstler findet die Inspiration für seine Werke hauptsächlich im Reisen. Am Mittwochabend feierte er gemeinsam mit Kunstliebhabern aus Seesen und dem Umland die Eröffnung seiner Ausstellung „Refractions“ (zu Deutsch „Brechungen“), die ab sofort im Seesener Rathaus zu sehen ist. Bürgermeister Erik Homann begrüßte die Gäste: „Es ist schön, dass wir nach mehr als zwei Jahren Pause endlich wieder Kunst im Rathaus genießen können. Die Gemälde von Anselm Homey sind eine Bereicherung für unsere sonst doch recht tristen Flure.“ Laudatorin Anika Dominik führte die rund 30 Besucher im Anschluss an die Begrüßung in die abwechslungsreiche und farbenfrohe Ausstellung ein: „Die Ausstellung trägt den Titel Refractions. Es geht hierbei um Lichtbrechungen und Spiegelungen, die mit Rakel und Spachtel, viel Geschick und Feingefühl entstanden sind. Anselm Homey schafft dabei einen fließenden Übergang zwischen Realität und Abstraktheit.“ Teilweise habe der Künstler das Ergebnis vorher nicht im Kopf, seine Hand werde vom Unterbewussten geführt, so Anika Dominik, die nicht nur Laudatorin sondern als Ehefrau auch ein Stück weit Muse von Anselm Homey ist und bei der Entstehung der Kunstwerke hautnah dabei ist. „Ein Bild muss reifen wie ein guter Wein, manchmal kommen da schon bis zu 30 Farbschichten zusammen“, erzählt sie. In seinen Werken verarbeitet Homey insbesondere die Eindrücke seiner vielen Reisen und möchte auch die Besucher dazu einladen, sich auf eine (Gedanken-)Reise zu begeben: „Jeder entdeckt in den Bildern eine ganz eigene Realität und kann die Gedanken schweifen lassen.“ Auch für die nächsten Gemälde ist bereits reichlich Inspiration in Aussicht, wie Anika Dominik im Gespräch verrät: „Wir reisen demnächst nach Israel und bringen sicher viele Eindrücke mit nach Hause.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 30. November zu den normalen Öffnungszeiten im 1. Obergeschoss des Rathauses zu sehen.