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Neues Feuerwehrhaus: Planer gesucht!

Bild vergrößern: Abgebildet ist ein Panorama des Schützenplatzes in Seesen.
Der Schützenplatz in Seesen.

Wie soll das neue Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr in Seesen aussehen? Mit dieser spannenden und stadtprägenden Frage beschäftigen sich aktuell wohl mehrere Architekturbüros – denn die Stadt hat nun die Ausschreibung für einen Generalplaner veröffentlicht. „Bei der Planung gilt es natürlich einiges zu berücksichtigen“, weiß Uwe Zimmermann, Leiter des Fachbereichs Ordnung, zu dem auch die Feuerwehr gehört. „Bereits im Vorfeld haben wir uns gemeinsam mit der Feuerwehr sowie unserer Bauabteilung zusammengesetzt und über die unterschiedlichsten Aspekte gesprochen.“ Dazu zählen neben der Optik und Eingliederung in die städtebauliche Konzeption insbesondere zahlreiche funktionale Anforderungen, die das neue Herzstück der Feuerwehr erfüllen muss: So soll in dem künftigen Gebäude Platz für 10 Fahrzeuge sowie insgesamt 120 Einsatzkräfte und etwa 35 Jugendfeuerwehr- und 20 Kinderfeuerwehrkräfte sein. Darüber hinaus sind unter anderem eine separate Waschhalle, eine Atemschutzwerkstatt, Büroräume, Umkleideräume mit Schwarz-Weiß-Trennung und Sanitäranlagen geplant. Berücksichtigt wird auch die Planung einer Einsatzleitzentrale, eines Fernmeldeanlagenraums sowie IT-Räumen.

Doch die Liste der Anforderungen an das neue Feuerwehrgerätehaus in Seesen geht noch weiter: Insbesondere die technischen Standards sind mit Aspekten wie beispielsweise Raumluftkühlung, Sprachalarmierung, automatischer Türöffnung im Alarmfall, Abgasabsaugung, Brandmeldeanlage und Hebebühne sehr umfangreich. Auch für die Außenanlagen gibt es genaue Vorstellungen: Insgesamt 60 PKW-Stellplätze müssen zur Verfügung stehen, es muss eine mindestens 240 Quadratmeter große Übungsfläche eingeplant werden und die Ein- und Ausfahrten stehen ebenfalls bereits fest. So soll die Alarmausfahrt ampelgesteuert zur Bornhäuser Straße erfolgen. Zusätzlich soll der Planentwurf auch den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen und ein innovatives Energie- und kosteneffizientes Gebäudekonzept beinhalten.

Die Architekturbüros haben nun rund einen Monat Zeit, ihre Planentwürfe einzureichen. Anschließend setzt sich das Preisgericht bestehend aus Vertretern von Politik, Feuerwehr und Verwaltung zusammen und bewertet die eingereichten Entwürfe anhand von verschiedenen Zuschlagskriterien wie Wirtschaftlichkeit, Einhaltung der Anforderungen oder auch Erfahrung. Abschließend geht der Vorschlag des Preisgerichts in die politische Abstimmung, bevor der Generalplaner schließlich mit der Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus der Stadt Seesen beauftragt werden kann. Dies wird voraussichtlich im Oktober der Fall sein. „Wir rechnen damit, dass der Neubau im Jahr 2025 fertiggestellt werden kann und haben dies auch in der Ausschreibung verankert“, so Uwe Zimmermann.