Seiteninhalt

Erdfall am Amtsgericht

Bild vergrößern: Erdfall am Amtsgericht
Erdfall am Amtsgericht

In der Nacht zu Freitag hat es im Bereich zwischen Amtsgericht und Schützenplatz einen großen Erdfall gegeben. Das Loch ist etwa 50 x 15 Meter breit und rund 20 Meter tief. Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt. 

Was ist passiert?

Seesen befindet sich in einem Erdfallgebiet. Das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie erklärt solche Vorkommen wie folgt: "In einigen Gebieten Niedersachsens besteht der Untergrund aus wasserlöslichen Kalk-, oder Gipsgesteinen. Löst Grundwasser diese Gesteine, bilden sich weitläufige Höhlensysteme. Im Laufe der Zeit werden diese Höhlen häufig instabil - Teile der Höhlendecke können einbrechen. Setzt sich ein solcher Einsturz bis an die Erdoberfläche fort und der Erdboden sackt ein, entsteht ein Erdfall." Der letzte größere Erdfall liegt in Seesen rund 20 Jahre zurück. 

Bisherige Maßnahmen

Der Baubetriebshof der Stadt Seesen hat das Gebiet rund um den Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. Darüber hinaus wurden Polizei sowie das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie informiert. Die HarzEnergie hat die Laternen im Park hinter dem Amtsgericht vom Netz genommen. Ein unabhängiger geotechnischer Gutachter ist vor Ort um das Ausmaß des Erdfalls einzuschätzen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu empfehlen.