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Besonderer Drohnen-Einsatz für die Feuerwehr

Bild vergrößern: Abgebildet ist die Drohne der Feuerwehr in Nahaufnahme vor dem Jacobson-Haus.
Drohneneinsatz am Jacobson-Haus

Ja, auch in der Verwaltung arbeiten kreative Köpfe: So hat sich der Leiter der Hochbauabteilung der Stadt Seesen, Sascha Jacobs, für die anstehende Fassadensanierung des Jacobson-Hauses etwas Besonderes einfallen lassen und sich Hilfe von der Freiwilligen Feuerwehr Seesen geholt. Im Vorfeld der anstehenden Arbeiten muss zunächst ein Schadenskatalog erfasst werden, der die zu reparierenden Schäden dokumentiert.  „Normalerweise hätten wir das Gebäude dafür komplett einrüsten müssen – und zwar schon Monate vor Beginn der Arbeiten“, erklärt Jacobs. Denn nachdem sämtliche Schäden erfasst sind, erfolgt zunächst die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten. „Entweder hätten wir das Gerüst für diese Zeit also wieder abmontieren lassen um es später wieder aufzubauen oder das Gebäude wäre monatelang eingerüstet gewesen.“ Dank der Drohne der Freiwilligen Feuerwehr Seesen konnte das Problem innerhalb eines Nachmittags behoben werden: Im Beisein der Gerätewarte Bernd Horn und Timo Hurlemann sowie Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke wurden alle Seiten der Fassade angeflogen und die Schäden dokumentiert. Nun muss nur noch eine kleine Giebelseite eingerüstet werden, um die Schäden im Detail betrachten zu können.

Die Sanierung der Fassade ist die letzte anstehende Groß-Maßnahme im Zug der Modernisierung und Instandsetzung des Jacobson-Hauses. Insgesamt 625.000 Euro stehen für das Projekt zur Verfügung – durch Mittel aus der Städtebauförderung sind bereits rund 416.600 Euro finanziert, sodass der Stadt Seesen noch ein Eigenanteil von rund 208.300 Euro bleibt. Die Fassade des 1801 erbauten geschichtsträchtigen Gebäudes besteht zum Großteil aus roten Klinkern, hält aber auch einige Besonderheiten bereit: So sind Sockel, Fenstereinfassungen sowie Fenstersimse und Eckquader aus Sandstand hergestellt und weisen inzwischen erhebliche Schäden auf. „Ziel der Maßnahme ist natürlich nicht, hinterher eine völlig neue und moderne Fassade zu bauen“, erklärt Sascha Jacobs. „Es geht vielmehr darum, das Gebäude im Denkmalschutz zu sanieren und die Substanzen bestmöglich zu erhalten.“ Modernste Technik kommt dabei natürlich trotzdem zum Einsatz. Noch in diesem Jahr soll mit der Baumaßnahme begonnen werden.