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NewKammer als landesweites Vorzeigeprojekt

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Projektmanager Jan Niklas Kott

Wie können Kommunen dem durch die Corona-Pandemie noch beschleunigten Strukturwandel der Innenstädte entgegenwirken? Was kann unternommen werden, um Leerständen, dem Wandel der Mobilität und neuen Anforderungen an flexible Arbeitsplatzgestaltung gerecht zu werden? Die virtuelle Veranstaltungsreihe „Zukunft der Innenstädte“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. Jeden vierten Freitag im Monat findet der Austausch statt, bei dem auch Best-Practice-Beispiele vorgestellt werden – so zuletzt der Seesener Coworking Space „NewKammer“. Jan Niklas Kott, der für das Projekt bei der Stadt Seesen zuständig ist, gab im Rahmen einer Präsentation Einblick in seine Arbeit und erläuterte das Angebot in der Seesener Innenstadt. „Wir möchten einen Teil der hier angebotenen Arbeitsplätze als öffentlichen Ort zugänglich machen. So haben wir ganz bewusst auf eine Bezahlschranke verzichtet und ein kostenfreies Basisangebot geschaffen“, so Kott.

Insgesamt werden in der NewKammer drei Möglichkeiten der Nutzung angeboten: Loungeecke, Drucker, Kaffee, Tee und Wasser stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich wahlweise für einen Tag oder einen ganzen Monat einen komfortablen Einzelschreibtisch in einem Zwei-Personen-Büro buchen. Für Gruppen und Projektteams steht ein separater Besprechungsraum mit moderner technischer Ausstattung (digitales Whiteboard, Videokonferenzsystem) zur Verfügung. „Der Coworking-Space kann Input geben und Inspiration sein – wir möchten hier zunächst das Gefühl geben, Coworking selbst zu erleben ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen“, erklärt Kott. Das Angebot wird gut genutzt: In der NewKammer herrscht reger Betrieb. Das registrierte auch die stellvertretende Pressesprecherin des Ministeriums bei ihrem Vorab-Besuch zur Sommerreise von Ministerin Birgit Honé in Seesen und lud Jan Niklas Kott kurzerhand als Referenten ein. „Ich freue mich, dass unser Coworking Space als eine Art landesweites Vorzeigeprojekt gesehen wird und bin auf den Besuch der Ministerin gespannt“, so Kott.

Finanziert wurde das Projekt mit einer Förderung in Höhe von 300.000 Euro im Rahmen des landesweiten Programms „Zukunftsräume Niedersachsen“. Ministerin Birgit Honé wird während ihrer Sommerreise am Mittwoch, 04. August, in Seesen Halt machen und sich von der Umsetzung überzeugen.