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NewKammer: Der neue Coworking Space in Seesen!

Jan Niklas Kott (r.) ist Projektmanager der NewKammer.
Jan Niklas Kott (r.) ist Projektmanager der NewKammer.

Die Zukunft Seesens mitgestalten – die Aufgabe von Jan Niklas Kott klingt nicht nur ambitioniert, sie ist es auch. Seit Oktober 2020 ist er bei der Verwaltung als Projektmanager für die NewKammer, dem neuen Coworking Space der Stadt in der Poststraße, angestellt. Sein großes Ziel: Eine eigenständige Gemeinschaft aus Gewerbetreibenden, Freelancern, Kulturschaffenden und generell allen Menschen vor Ort zu kreieren, um die vorhandenen Strukturen in Seesen zu verknüpfen, Synergien optimal zu nutzen und so die Innenstadt zu beleben. „Ich bin selbst im ländlichen Raum aufgewachsen, habe die Verödung einer Innenstadt live miterlebt und sehe die großen Chancen, die Digitalisierung und Strukturwandel hier bieten“, erklärt der 31-Jährige seine Motivation. Aufgewachsen ist im Landkreis Holzminden, jetzt hat ihn die Projektbeschreibung aus Seesen gereizt: „Gerade so etwas im Mittelzentrum anzupacken und mitgestalten zu können ist eine tolle Herausforderung!“

Bereits vor zwei Jahren hat Bürgermeister Erik Homann in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Reza Asghari von der Ostfalia Hochschule das Entrepreneurship-Programm in Seesen etabliert, aus dem der erste, 2019 eröffnete Coworking Space im Jacobson-Haus hervorgegangen ist. „Wir müssen darüber nachdenken, was wir tun können, um Arbeitsplätze in unserer Region zu schaffen“, so Homann. Schon damals wusste der Verwaltungschef: „Das ist ein dickes Brett, das wir hier bohren.“ Doch mit Erfolg: Der Coworking-Space wurde von Start-Up-Unternehmern genutzt, die angebotenen Workshops gut angenommen, sodass sich die Verwaltung dazu entschied, sich um eine Förderung im Rahmen des Programms „Zukunftsräume Niedersachsen“ zu bewerben. Mit der erhaltenen Zuwendung von rund 300.000 Euro konnten die Räumlichkeiten in der Poststraße schließlich angemietet und Jan Niklas Kott als Projektmanager eingestellt werden.

„Wir wollen die Förderung voll ausnutzen, um einen Teil der Arbeitsplätze als öffentlichen Ort zugänglich zu machen – so haben wir zum Beispiel ganz bewusst auf eine Bezahlschranke verzichtet und ein kostenfreies Basisangebot geschaffen“, erklärt Kott. Insgesamt werden in der NewKammer drei Möglichkeiten der Nutzung angeboten: Loungeecke, Drucker, Kaffee, Tee und Wasser stehen kostenfrei zur Verfügung. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich wahlweise für einen Tag oder einen ganzen Monat einen komfortablen Einzelschreibtisch in einem Zwei-Personen-Büro buchen. Für Gruppen und Projektteams steht ein separater Besprechungsraum mit moderner technischer Ausstattung (digitales Whiteboard, Videokonferenzsystem) zur Verfügung. „Besonders während der Pandemie haben viele Arbeitnehmer gemerkt, dass es sinnvoll sein kann, neben Home-Office und Büro einen dritten Arbeitsort zu haben. Der Coworking-Space kann Input geben und Inspiration sein – wir möchten hier zunächst das Gefühl geben, Coworking selbst zu erleben ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen“, so der Projektmanager. Doch der eigentliche Kern von Coworking (zu Deutsch „Zusammenarbeit“), gemeinsam Lösungen und Ideen für bestimmte Problemstellungen zu erarbeiten und von dem Know-How aller Beteiligten zu profitieren, kommt laut Jan Niklas Kott während der Pandemie viel zu kurz: „Gelebtes Coworking ist zurzeit eigentlich gar nicht möglich. Es ist trotzdem gut und wichtig, dass wir die NewKammer eröffnet haben, allein schon um Erfahrungswerte in diesem Prozess zu sammeln.“

Dennoch bekommt jeder Besucher einen eigenen Tisch – für Coworking essentielle Dinge wie ein Gemeinschaftsbereich und belebte Tische mit stetem Austausch sind noch nicht möglich. Natürlich planen wir eine große Eröffnung, sobald es wieder möglich ist. Die Pläne dazu liegen schon bei mir in der Schreibtischschublade“, verrät der Projektmanager. „Jeder ist hier herzlich willkommen: Ob Schüler, Studierende, Angestellter – wir bieten Beratung, Hilfe und ein Netzwerk an.“ Wer nicht persönlich in der Poststraße vorbeischaut, kann sich seinen ersten Eindruck auch im Online Open Space holen: Jeden Freitag kann die Online-Plattform zwischen 9.30 Uhr und 13.30 Uhr besucht werden. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage www.coworking-seesen.de.