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Barrierefreier Einstieg: Stadt baut weitere Haltestellen um

Im Amselweg ist jetzt ein barrierefreier Einstieg möglich.
Im Amselweg ist jetzt ein barrierefreier Einstieg möglich.

Um gehbehinderten Menschen den Einstieg in öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, hat die Stadt Seesen auch in diesem Jahr wieder einige Bushaltestellen im Stadtgebiet umgebaut und um sogenannte Kasseler Borde ergänzt. Die weißen Bussteige sind leicht gekrümmt und reifenschonend und ermöglichen Busfahrern, direkt und ohne großen Verschleiß der Reifen an den Gehsteig zu fahren.  Voraussetzung dafür ist, dass der Bus einen geraden Anfahrtsweg hat. „Um diese Voraussetzung zu schaffen, mussten einige Haltestellen im Zuge des Umbaus leicht versetzt werden, zum Beispiel an der Kirche in Rhüden“, erklärt Uwe Zimmermann, Fachbereichsleiter Ordnung bei der Stadt Seesen. Neben dieser Haltestelle wurden unter anderem auch Stationen in Herrhausen und Seesen umgebaut. Im Jahr 2019 hat die Stadt bereits zehn Haltestellen umgebaut, in diesem Jahr sind es insgesamt acht – im kommenden Jahr werden weitere acht Bushaltestellen mit Kasseler Borden versehen. Die Kosten des Umbaus werden zu 75 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft gefördert, weitere 12,5 Prozent übernimmt der Regionalverband Großraum Braunschweig. Die restlichen 12,5 Prozent werden von der Stadt Seesen getragen – insgesamt knapp 39.000 Euro. „Der Umbau zu barrierefreien Haltestellen ist im Personenbeförderungsgesetz verankert. Bei höher frequentierten Haltestellen ist auch eine sogenannte elektronische Fahrtinformationsanzeige nötig. Hier in Seesen bauen wir diese dynamische Anzeige zum Beispiel am Bahnhof ein“, so Zimmermann. Die digitale Anzeigetafel übermittelt die genauen Abfahrtszeiten zusätzlich per Ansage – vor allem für Menschen mit Sehbehinderung eine große Erleichterung. Im kommenden Jahr werden die Haltestellen in der Jahnstraße, an der Sehusa-Schule in der Lautenthaler Straße, in der Katelnburgstraße in Rhüden sowie in der Northeimer Straße in Ildehausen umgebaut.