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Schlammbehandlung: Schlammspeicher, Faulturm & Schlammentwässerung

14-Kläranlage © Stadt Seesen / Faulturm des Klärwerks Seesen
14-Kläranlage © Stadt Seesen / Faulturm des Klärwerks Seesen

Der anfallende Klärschlamm wird in den Schlammspeicher gepumpt, um von dort in gleichmäßigen Zeitabständen in den Faulturm gefördert zu werden. Im Faulturm wird der Schlamm ca. 30 Tage lang bei einer Temperatur von 38,5 Grad Celsius ausgefault. Beim Faulprozess wandeln Bakterien den Schlamm unter Luftabschluss in Wasser, Methangas (Klärgas) Kohlendioxid und stabilisierten Schlamm um. Das Methangas wird im Klärwerk als wichtige Energiequelle genutzt und in einem Blockheizkraftwerk verstromt. Der erzeugte Strom wird im Klärwerk verbraucht; die entstandene Wärme wird für die Heizung genutzt. Der ausgefaulte (stabilisierte) Schlamm wird mit einer Zentrifuge entwässert und auf einem Schlammlagerplatz aufbewahrt. Der gesamte Klärschlamm wird anschließend in der Landwirtschaft als Dünger genutzt und mit speziellen Breitflächenstreuern auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgebracht.