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Synagoge Seesen

 KURZBESCHREIBUNG
Bild vergrößern: Modell Synagoge Museum
Modell Synagoge Museum
Im Hof seiner Schule ließ Jacobson 1810 eine Fachwerksynagoge erbauen, die als erste Reformsynagoge weltweit von hoher Bedeutung ist. Sie wurde während des Reichspogroms 1938 zerstört.
Baugeschichte:
erbaut: 1810

zerstört: 1938-11-09

Die Synagoge ist ein Gebäude mit vielen Funktionen. Sie bietet Raum für das Gebet und religiöse Studien. Sie dient als Ort der Versammlung und der jüdischen Rechtsprechung. Ein Betraum befindet sich meist in einem Privathaus. Er ersetzt ein Synagogengebäude, wenn die jüdische Gemeinde sehr klein ist, keine finanziellen Mittel oder keine behördliche Erlaubnis für den Bau einer Synagoge hat. Seesen kann mit einer Weltsensation aufwarten. Israel Jacobson lässt hier ab 1805 einen Fachwerkbau errichten, der ab 1807 genutzt und 1810 eingeweiht wird. Der Tempel gilt als erste Reformsynagoge der Welt in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Der Jacobstempel wird zum Vorbild für moderne Synagogen im 19. Jahrhundert. Neben Chorgesang und deutschsprachiger Predigt ist die fest installierte Orgel ein Novum, die erste in einer Synagoge weltweit. In der Reichspogromnacht im November 1938 wird der Jacobstempel von den Nationalsozialisten niedergebrannt. Heute ist der Gebäudeumriss in der Pflasterung auf dem Jacobsonplatz zu erkennen.

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