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Größtes Bike-Paradies im Norden eingeweiht

Eröffnungspektakel lockte viele Mountainbiker nach Torfhaus/Harz

 

Norddeutschlands größtes Mountainbike-Wegesystem ist „am Netz“. Am vergangenen Samstag lockte die Einweihung der VOLKSBANK ARANA HARZ rund 2.000 Mountainbiker auf die berühmte Anhöhe mit Blick auf den Brocken. Das symbolische Absperrband durchschnitten am Mittag Vertreter der für die Realisierung maßgeblichen Stellen: Staatssekretär Joachim Werren vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Landrat Peter Kopischke (Landkreis Goslar) und Samtgemeinde-Bürgermeister Walter Lampe als Vertreter aller an der Zweckvereinbarung für das Mountainbike Wegenetz beteiligten Gemeinden und Helmut Riecke, Sprecher der Volksbanken im Harzkreis. Anschließend gingen sie mit einem Nationalpark-Ranger auf eine Rundtour durch die wildromantische Naturlandschaft in den Hochlagen de Harzes.



 
Eröffnung der Volksbank Arena Harz
Eröffnung der Volksbank Arena Harz


In seiner Rede zeichnete Landrat Peter Kopischke noch einmal die Geschichte um die Ausweisung des Wegenetzes nach. Nach vierjähriger Vorbereitung steht den Mountainbikern im Harz nun ausgeschildertes Wegenetz mit 47 Routen, 1.400 km Strecken und 39.000 Höhenmetern zur Verfügung. Und möglicherweise ist das noch nicht das Ende - derzeit laufen Verhandlungen, das Wegenetz nach Süden zu erweitern. Der Landrat würdigte die erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit bei der Realisierung des Routennetzes. „Die Zeiten, in denen es ausgereicht hat, dass jeder Ort seine eigenen kleinen Angebote vorhielt, sind lange vorbei. Die Gäste fahren „in den Harz“ und möchten ein vielfältiges Angebot nutzen“ stellte der Landrat fest. Vom Reiz des neuen Routennetzes ist auch Dipl. Ing. Dirk Vollmer, dessen Reutlinger Planungsbüro die Strecken konzipiert hat, überzeugt: „Es gibt in Deutschland kein zweites Mountainbike-Wegenetz von dieser Größe und dieser sportlichen Vielfalt.“



Dass er die neue VOLKSBANK ARENA HARZ für ein gelungenes Mittel hält, den Harzer Tourismus zu fördern und neue Zielgruppen zu erschließen, machte Staatssekretär Joachim Werren deutlich: „Der Harz verfügt damit über ein interessantes Angebot mit einem echten Alleinstellungsmerkmal für die Mountainbiker.“ Aus diesem Grunde habe sich das Land Niedersachsen an der Finanzierung beteiligt. Die gelungene interkommunale Zusammenarbeit lobte Walter Lampe, Bürgermeister der Samtgemeinde Oberharz, im Namen seiner Amtskollegen aus Altenau, Bad Harzburg, Braunlage, Goslar, Seesen, Langelsheim und St. Andreasberg. Wie erfolgreich gute Zusammenarbeit sein könne, sei seit einigen Jahren im Wintersportbereich mit der „Sportregion Harz“ zu beobachten.

Helmut Riecke, Sprecher der Volksbanken im Harzkreis, würdigte die Anstrengungen um

das neue Mountainbike-Wegenetz im Harz. Die regionalen Volksbanken seien deshalb gern Hauptsponsor geworden - getreu ihrem Motto „Wir machen den Weg frei“.



Moderator Jens Kluck musste seine Fahrrad-Kondition auf der Bühne unter Beweis stellen - die Spinning Vitawells aus Goslar hatten ihm ein Spinning-Rad in ihrer Mitte reserviert. Sie boten auch den passenden Rahmen für ein Interview mit Susanne Juranek. Die wettkampferfahrene Goslarer Mountainbikerin (u.a. 3. Platzierung beim berühmt-berüchtigten Trans Alp Challenge) hält große Stücke auf den Harz: „ Hier kann man wunderbar trainieren - es gibt jede Menge anspruchsvolle Trails.“



Während des ganzen Tages gab es ein buntes Rahmenprogramm auf der Bühne. Showeinlagen von Vitadance aus Goslar und der More Esprit Dancecrew aus Nordhausen erfreuten die zahlreichen Besucher ebenso wie die gelungene Performance von Silent Radio aus Braunschweig, die Band musste dem begeisterten Publikum am Ende sogar noch eine Zugabe gewähren.



Eingerahmt war der Veranstaltungsplatz von großen Pagodenzelten mit den Ständen der Tourist Informationen und weiteren Fahrrad- und Infoständen. Eine zweifache Gewinnchance hatte jedes Los bei der Tombola der Bergwacht St. Andreasberg, deren Hauptgewinn ein wertvolles Focus Mountainbike war.



Pünktlich zur Eröffnung konnten die Mountainbiker das noch druckfrische Kartenwerk über die VOLKSBANK ARENA HARZ erwerben, in dem alle Routen übersichtlich beschrieben werden. Schon ihre Titel lassen anklingen, das für jeden „Geschmack“ etwas dabei ist - zum Beispiel die Himmel & Höllen-Tour für extreme Ansprüche oder die Leichte Wassertour für diejenigen, die lieber bequem biken möchten. Wie beim Wintersport sind die Mountainbike-Routen nach Schwierigkeitsstufen farbig markiert: schwarz steht für sehr anspruchsvoll, rot für mittelschwer und blau für leicht und mit wenig Kondition befahrbar.



Am Ende zog Organisator Michael Beyer-Zamzow von der Harz-Agentur GmbH ein positives Fazit: „Das war ein gelungene Auftaktveranstaltung für die VOLKSBANK ARENA HARZ. Es gab viel zustimmende Resonanz von Seiten der Mountainbiker, und auch die Beteiligten haben eine positive Bilanz gezogen. Nur das Wetter hätte ein bisschen wärmer sein können …“.