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Sportentwicklungsplanung in Seesen

Sportentwicklungsplanung: Ergebnis wird am 26. August präsentiert

Die Pinnwände waren voll mit Ideen - Dr. Arne Göring hat sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sortiert.
Die Pinnwände waren voll mit Ideen - Dr. Arne Göring hat sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sortiert.

An insgesamt drei Abenden haben Vertreter aus Vereinen, Verwaltung und Politik ein neues Konzept zur Sportentwicklung erarbeitet. Unter der Leitung von Sportwissenschaftler Dr. Arne Göring vom Institut für Leibesübungen in Göttingen wurden zunächst Ideen gesammelt, um die kommunale Sportlandschaft zu modernisieren. Schwerpunkte lagen dabei vor allem auf der Sanierung, Förderung und verbesserten Bewegungsmöglichkeiten. Am dritten Abend folgte dann die Kür: „Wir müssen uns jetzt mit der Zukunft auseinandersetzen und überlegen, wie wir die Ideen der Akteure des Sports möglichst pragmatisch und realistisch gestalten können“, so Göring. So wurden konkrete Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt, die Dr. Arne Göring mit seinem Team ausgearbeitet hat und am Montag, den 26. August, im Bürgersaal des Jacobson-Hauses präsentieren wird. Los geht es um 18 Uhr.

27.03.2019:

„Ideen auf die Straße bekommen“: Veranstaltung zur Sportentwicklungsplanung in Seesen

Sportentwicklungskonzept Perspektivworkshop
Sportentwicklungskonzept Perspektivworkshop

Der Sport in Seesen wird neu gedacht – und zwar von Sport-Interessierten und Vereinsmitgliedern selbst. Die Stadt Seesen hatte alle Neugierigen eingeladen, bei einem Workshop gemeinsam mit Politikern und Mitgliedern der Stadtverwaltung unter Federführung des Göttinger Sportwissenschaftlers Dr. Arne Göring ein neues Sportförderkonzept zu entwickeln.

Am Mittwochabend fand das letzte von drei gemeinsamen Treffen statt. Zunächst wurden die Ideen und Wünsche der Teilnehmer aufgegriffen und in Kategorien eingeteilt. In dieser Woche ging es dann in dem Perspektivworkshop darum, die „Ideen auf die Straße zu bekommen“, wie Dr. Arne Göring erklärte. „Wir müssen uns jetzt mit der Zukunft auseinandersetzen und überlegen, wie wir die Ideen der Akteure des Sports möglichst pragmatisch und realistisch gestalten können.“ Bürgermeister Erik Homann begleitete ebenfalls alle drei Treffen. „Wir müssen uns auch die Frage stellen, was die Stadt tun kann und wie wir Strukturen für eine bessere Zusammenarbeit entwickeln können.“ Die in dem vorigen Treffen geäußerten Wünsche wurden in fünf große Kategorien gefasst: Sanierung bestehender Anlagen, Neugestaltung der Sportförderung, Gestaltung der Aus- und Fortbildung von Übungsleitern, Kooperation der Vereine (zum Beispiel mit Schulen) und die Schaffung neuer Bewegungsmöglichkeiten, die für jedermann zugänglich sind.

„Interessanterweise ist der Wunsch nach einer besseren Förderung des Ehrenamts in Seesen nicht so groß wie die anderen Wünsche. Seesen scheint also ein aktives Völkchen zu sein“, schmunzelte Göring. Und er sollte Recht behalten: Die Seesener entwickelten im Anschluss an die Einführung in verschiedenen Gruppen Ideen, wie die Wünsche umgesetzt und erreicht werden könnten. Im Fokus stand in fast jeder Gruppe der Wunsch nach einer Koordinationsstelle, die für die Vernetzung der Vereine zuständig ist und auch den Kontakt zur Stadt herstellt. Konkrete Ziele sind auch die Existenzsicherung der Vereine, eine neue Bestandsaufnahme der sanierungsbedürftigen Anlagen und die bessere Kommunikation innerhalb der Vereine. Dr. Arne Göring wird die erarbeiteten Ergebnisse zusammenfassen und in seinem Institut Empfehlungen entwickeln, wie das Sportentwicklungskonzept in Seesen aussehen könnte. „Das Konzept ergänzen wir auch mit Lösungen anderer Kommunen, um Praxis-Beispiele zu geben.“ Im Juni soll das neue Sportförderkonzept dann öffentlich vorgestellt werden.

27.02.2019:

Sportförderkonzept: Seesener sammeln Ideen

Die Pinnwände waren voll mit Ideen - Dr. Arne Göring hat sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sortiert.
Die Pinnwände waren voll mit Ideen - Dr. Arne Göring hat sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sortiert.

Vertreter aus Vereinen, Verwaltung und Politik haben sich am Mittwochabend zum Ideenforum für ein neues Sportförderkonzept im Bürgersaal getroffen. Zum zweiten Mal führte Sportwissenschaftler Dr. Arne Göring vom Institut für Leibesübungen in Göttingen durch die Veranstaltung. „Heute ist keine Idee zu doof, keine Vision zu abwegig“, so Göring zu Beginn des großen Brainstormings.

Kreativ und konstruktiv

Aus allen Stadtteilen waren Sportbegeisterte zusammengekommen, um ihre Ideen zu teilen und so die kommunale Sportlandschaft zu modernisieren. Auf insgesamt sechs großen Tafeln wurden die Wünsche gesammelt: Von einer Sporthalle mit einem Dach, das geöffnet werden kann, bis hin zur Wiederbelebung des Sportlerballs und einem Zumba-Kurs auf dem Marktplatz war alles dabei. Schließlich ließen sich die Ideen in elf Bereiche gliedern: Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Vereinen und der Stadt, verbesserte Bewegungsmöglichkeiten (zum Beispiel in Form von neuen Radwegen oder einer öffentlichen Cross-Fit-Strecke), objektbezogene Entwicklungen wie der Bau von Kunstrasenplätzen und Sporthallen, neue Verknüpfungen im Sport, Förderung  des Engagements, Sanierung von Sportstätten, neue Sporträume, gemeinsame Sportevents (zum Beispiel in Form eines Nachtlaufs), bessere Aus- und Fortbildung der Übungsleiter, Entwicklung innerhalb der Vereine und eine bessere finanzielle Förderung.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben fleißig Ideen gesammelt.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben fleißig Ideen gesammelt.

Schwerpunktthemen

Eine abschließende Bewertung der einzelnen Bereiche zeigte, dass der Schwerpunkt des neuen Sportförderkonzepts vor allem auf der Sanierung, Förderung und verbesserten Bewegungsmöglichkeiten liegt. „Wir haben heute sehr viele pragmatische Ideen gesammelt. Der Fahrplan für die Perspektivwerkstatt ist damit gelegt“, freute sich Dr. Arne Göring. Am Mittwoch, den 27. März, kommt das Forum erneut zusammen, um zu den priorisierten Ideen konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die im neuen Sportförderkonzept umgesetzt werden sollen

23.01.2019:

Anpfiff für neues Sportkonzept: Auftaktveranstaltung im Bürgersaal


Viele Sportbegeisterte waren in den Bürgersaal gekommen.
Viele Sportbegeisterte waren in den Bürgersaal gekommen.

Demografischer Wandel, Digitalisierung, Flexiblität: Die Ansprüche an sportliche Aktivitäten haben sich stark gewandelt, kommunale Sportangebote haben Mühe, mit dem veränderten Sportverhalten mitzuhalten. In Seesen soll das jetzt geändert werden. „Das Sportförderprogramm wurde 2005 aufgrund von Sparmaßnahmen zurückentwickelt. Im Sommer des vergangenen Jahres hat sich der Rat mit der Frage nach einem neuen Sportentwicklungskonzept beschäftigt“, erklärt Bürgermeister Erik Homann.

Professionelle Hilfe

Erfolgreich: Die Politik konnte den erfahrenen Sportwissenschaftler Dr. Arne Göring von der Georg-August-Universität Göttingen für das Projekt gewinnen. Die Auftaktveranstaltung für das neue Sportentwicklungskonzept fand Ende Januar im Bürgersaal des Jacobson-Hauses statt. Mit dabei waren zahlreiche Akteure der verschiedenen Sportvereine in Seesen und Umgebung. „Für mich ist das hier eine Herzensangelegenheit“, sagte Göring gleich zu Beginn seines Vortrags. Mit im Publikum saß sein alter Sportlehrer und KSB-Funktionär Horst Knobloch.

Hilfe vom Profi: Dr. Arne Göring ist Sportwissenschaftler an der Georg-August-Universität Göttingen.
Hilfe vom Profi: Dr. Arne Göring ist Sportwissenschaftler an der Georg-August-Universität Göttingen.

Mitmachen beim Sportforum

Göring zeigte die dringend notwendige Veränderung auf: „Wir müssen uns in den Vereinen auch mit Trends auseinandersetzen.“ Vor allem Fitnessstudios böten mit ihren 24/7-Angeboten ein unangefochtenes Maß an Flexibilität. Hinzu kommen die veränderte Sportnachfrage sowie neue Sportarten. Das Konzept soll den Sport auf kommunaler Ebene zukunftsorientierter gestalten und auf die Bedürfnisse der Sportlandschaft in Seesen abgestimmt sein. Insgesamt sind drei Termine angesetzt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind: Beim Sportforum am 27. Februar werden Wünsche und Ideen der Beteiligten gesammelt. Am 27. März wird dann in der Perspektivwerkstatt an einem konkreten Konzept gearbeitet, das der Stadt Seesen letztlich zur Umsetzung vorgelegt wird.