Seiteninhalt

Bauarbeiten im Steinway-Park: Granebrücke wird neu gebaut

Die Granebrücke im Steinway-Park wird neugebaut.
Die Granebrücke im Steinway-Park wird neugebaut.

Die Stadt Seesen baut die Granebrücke im Kurpark neu. Die Brücke war während des Hochwassers im Juli 2017 zerstört worden – seitdem mussten Spaziergänger einen Umweg über die nördlich gelegene kleine Holzbrücke nehmen. Anfang Mai wurde die Wiederherstellung der Brücke durch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Goslar genehmigt, sodass direkt mit der Ausschreibung der Baumaßnahme begonnen werden konnte. „Wir rechnen damit, dass die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beendet sind“, so Torsten Klein, Leiter der Abteilung Tiefbau der Stadt Seesen.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich insgesamt auf rund 165.000 Euro – da unter der Brücke Versorgungsleitungen der Asklepios Kliniken und der Harz Energie verlaufen, kommt die Stadt nicht allein für die Kosten auf. Der städtische Anteil an den Gesamtkosten beträgt 135.000 Euro. Aufgrund der finanziellen Unterstützung des Landes zur Beseitigung von Hochwasserschäden an der öffentlichen Infrastruktur wurde von der NBank eine Förderung in Höhe von 95.000 Euro in Aussicht gestellt, sodass die Stadt voraussichtlich rund 40.000 Euro für das Bauwerk aufbringen muss.

Auch das Flussbett der Grane wurde während des Hochwassers im Sommer 2017 erheblich beschädigt. Die Stadt Seesen hebt die Gewässersohle wieder an und baut sogenannte Sohlgleiten ein, um Ausspülungen zu kompensieren, die während des Hochwassers entstanden sind. Zusätzlich sollen schwere Felsbrocken verhindern, dass der Uferbereich abbricht.

Seit einigen Tagen sprudelt im Kurpark in der Nähe der Baustelle aus bisher ungeklärter Ursache Wasser aus der Erde. „Wir haben hier eine sogenannte Zustandsstörung, die mit Beginn der Bauarbeiten an der Brücke über die Grane angefangen hat“, erklärt Thorsten Vollbrecht, der Leiter des Baubetriebshofes. Das quellartige Sprudeln kann verschiedene Ursachen haben: Möglich wäre, dass während der Baggerarbeiten aufgrund des angestauten Wassers ein unterirdischer Gang eines Tieres geflutet wurde. Wahrscheinlich ist auch ein unterirdisches Wasservorkommen, wie es im Harz häufig anzutreffen ist. Ein Kollege des Bauhofs habe die Strecke aus Spaß und Liebe zu seinem Hobby mal mit der Wünschelrute untersucht, sagt Vollbrecht - laut ihm verläuft an dieser Stelle eine Wasserader. Professionell untersucht wird die Ursache für das Sprudeln im Kurpark am Ende der Brückenbauarbeiten.