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Seesener zu Gast in Wantage: "Wie nach Hause kommen"

Die Seesener wurden am ersten Abend herzlich empfangen.
Die Seesener wurden am ersten Abend herzlich empfangen.

40 Jahre ist es her, dass Vertreter aus Seesen und Wantage die Urkunde zur Städtepartnerschaft unterzeichnet haben. Anlässlich des Jubiläums lud Bürgermeister Chris McCarthy eine Delegation aus Seesen zu einem fünftägigen Besuch ein – insgesamt neun Vertreter aus Rat, Verwaltung und dem Städtepartnerschaftsverein sind der Einladung gefolgt. „Wir kommen immer wieder gern nach Wantage – es ist ein bisschen so, als ob man nach Hause kommt“, sagte Bürgermeister Erik Homann bei der Begrüßung am ersten Abend im „The Bear“. Für Homann war es der fünfte Besuch in der Partnerstadt, Renate Pilarski, die 1. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Wantage-Seesen e.V. kann das toppen: Sie war geschätzt zum 15. Mal in der 9.700-Einwohner-Stadt.

Buntes Programm

Übernachtet haben die Seesener traditionsgemäß in Gastfamilien – eben wie bei Freunden. Die Gastgeber hatten sich ein buntes Programm überlegt und besichtigten gemeinsam mit den Sehusastädtern unter anderem das in Wantage ansässige Chemie-Unternehmen MacDermid Autotype und das Museum. Auch eine Tour ins nah gelegene Oxford und der Besuch eines Rugby-Spiels standen auf dem Programm. Am „Dickensian Evening“, einem Abend zur Würdigung des Schriftstellers Charles Dickens, wurde Bürgermeister Erik Homann eine ganz besondere Ehre zuteil: Er durfte die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Marktplatz einschalten – eine Aufgabe, die der Bürgermeister der Stadt normalerweise persönlich übernimmt.

Jugendaustausch wiederbeleben

Die Abordnung hatte während des Besuchs außerdem die Möglichkeit, die Arbeit der „Sweatbox“, einem Jugendtreff, näher kennenzulernen. Rund 130 bis 150 Kinder im Alter von zehn bis neunzehn Jahren treffen sich regelmäßig im „Seesen Building“ auf dem Schulgelände. Für Betreuerin Georgina Hicks nicht immer eine leichte Aufgabe: „Wir haben viele Jugendliche, die uns freiwillig helfen – ohne diese Hilfe würde das Projekt hier nicht funktionieren.“ Deutlich wurde bei dem Besuch auch der Wunsch nach Wiederbelebung des Jugendaustauschs der beiden Städte. Jugendliche waren es schließlich, die die Städte Wantage und Seesen bereits in den 60er Jahren zueinander gebracht haben. Aus dem damaligen Austausch entstand die langjährige Freundschaft, die noch bis heute anhält.