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Wirtschaftsausschuss: Entwicklung neuer Gewerbegebiete

Der Wirtschaftsausschuss hat sich vergangene Woche im Jacobson-Haus getroffen. Themen waren unter anderem die Erschließung neuer Gewerbegebiete und das Regionale Einzelhandelskonzept. Es fehle vor allem an größeren Gewerbeflächen. „Ungefähr alle zwei Wochen erreicht mich ein Anruf eines Unternehmens, das sich gerne bei uns ansiedeln möchte“, erklärt Wirtschaftsförderin Angelika Lucht. Bisher könne sie nur auf kleine Restflächen verweisen – das soll sich bald ändern: Auf lange Sicht gesehen wird das interkommunale Gewerbegebiet in Rhüden erweitert, mittelfristig könnte auch in der Kirschenallee Platz für neue Unternehmen geschaffen werden.

Aktuell laufen konkrete Gespräche zur Gewerbegebietsentwicklung: „Wir haben gerade die Möglichkeit, Landflächen anzukaufen. Dafür sollten Mittel im Haushalt bereitgestellt werden“, so Lucht. Detailliertere Informationen müssten aber erst noch vertraglich festgehalten werden.
Gesprochen wurde auch über das Regionale Einzelhandelskonzept des Regionalverbands Braunschweig, zu dem auch Seesen gehört. Mit einer Verkaufsfläche von 2,42 Quadratmetern pro Einwohner stehen genug Räumlichkeiten zur Verfügung – derzeit gebe es aber auch einen Leerstand von 42 Prozent der Gesamtflächen. Entwicklungsbedarf sieht das Einzelhandelskonzept vor allem im Bereich Bekleidung und Unterhaltungselektronik, wohingegen die Sehusastadt in Sachen Nahrungs- und Genussmittel überdurchschnittlich gut aufgestellt ist.

Eine Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel auf dem Schützenplatz ist nicht im Regionalen Einzelhandelskonzept vorgesehen, da der Regionalverband den Platz nicht zum zentralen Versorgungskern der Stadt zählt. „Es gibt zwar Möglichkeiten, aber diese sind nur mit großer Anstrengung umsetzbar“, erklärt Angelika Lucht.
Sehr positiv wurden die Aktivitäten rund um das Projekt Entrepreneurship aufgefasst: Auch im kommenden Jahr soll es sowohl ein App-Bootcamp als auch einen Unternehmertag geben. Besonderes Highlight in 2019 wird die Eröffnung des Coworking-Space im Jacobsonhaus Anfang März. Die Stadt schafft dadurch einen Raum für StartUps, um sich zu vernetzen.