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Neue Feuerwache in Seesen: Standort steht

Bild vergrößern: So könnte das neue Gebäude aussehen.
So könnte das neue Gebäude aussehen.

Nach der Fertigstellung und offiziellen Einweihung des Feuerwehrhauses in Bornhausen steht das nächste Großprojekt in Sachen Feuerwehr auf der Agenda: Auch in Seesen muss das Gebäude der Wehr erneuert werden, weil die Wache aus den 1980er Jahren nicht mehr den baulichen und technischen Anforderungen einer Schwerpunktfeuerwehr entspricht.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat sich jetzt auf einen Standort geeinigt: Die neue Wache soll auf dem Gelände des jetzigen Feuerwehrgebäudes gebaut werden – auch der Umbau des Autohauses Rosier zwischen der Küstriner und der Bornhäuser Straße stand zur Diskussion. „Die Aufteilung des Gebäudes ist sehr ungünstig, außerdem entspricht es nicht den neuesten Energiestandards“, erklärt Uwe Zimmermann, Fachbereichsleiter Ordnung.

Perfekter Standort

„Wir freuen uns sehr, dass wir den Bau der Feuerwache mit einem soliden Haushaltsentwurf vereinen können“, erklärt Bürgermeister Erik Homann.

Zwar wären die Kosten für den Umbau des Autohauses mit rund 5,6 Millionen Euro in etwa so hoch gewesen wie für den Abriss und Neubau auf dem alten Grundstück. Ein entscheidender Vorteil des jetzigen Standorts ist aber die zentrale Lage und direkte Anbindung an die B248. „Der Standort ist existenziell wichtig, denn hier haben wir die kürzesten Anfahrtszeiten“, so Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke. „Wir freuen uns sehr über den geplanten Neubau, haben aber auch Respekt vor der kommenden Herausforderung.“ Denn trotz Abriss des alten Gebäudes muss die Einsatzbereitschaft sichergestellt sein. „Wir müssen zum Beispiel unsere Autos woanders unterbringen – da werden wir die Hilfe der Ortsfeuerwehren brauchen.“

Abriss 2019?

Mit dem Neubau bekommt die Feuerwehr Seesen eine neue Fahrzeughalle, eine neue Werkstatt sowie zeitgemäße Umkleideräume mit sogenannter Schwarz-Weiß-Trennung: Einsatz- und Privatkleidung werden hier separat gelagert. Die Fahrzeughalle mit ihren zehn Stellplätzen soll in Richtung Kirche zeigen, sodass ein Ausrücken über die Straße „Hinter der Kirche“ erfolgen wird. Damit wird eine Kreuzung von Ausrückweg und Alarmgang verhindert. 

Im nächsten Schritt wird die Planung der Feuerwache europaweit ausgeschrieben. „Wenn alles gut läuft können wir vielleicht in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit den Abrissarbeiten der Gebäude beginnen“, sagt Zimmermann.