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Teamwork: Neues Gerätehaus in Bornhausen eingeweiht

Das neue Gerätehaus in Bornhausen.
Das neue Gerätehaus in Bornhausen.

Man nehme eine engagierte freiwillige Feuerwehr, einen motivierten Stadtbrandmeister und 450.000 Euro von der Stadt. Dazu gebe man 1.373 Arbeitsstunden, einen langen Atem und einen Landwirt, der sein Wort mit einem Handschlag besiegelt – und schon hat man ein neues Feuerwehrgerätehaus.

So oder so ähnlich hat sich der Bau des neuen Zuhauses der Freiwilligen Feuerwehr Bornhausen zugetragen. Am Dienstagabend wurde es feierlich eingeweiht: Mit dabei waren neben Bürgermeister Erik Homann und Ortsbürgermeister Detlef Gelbe Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke, Pastorin Claudia Falkenreck-Wünsche, Vertreter aus Rat und Verwaltung und natürlich Ortsbrandmeister Klaus Kiehne mit der gesamten Wehr.

Neubau dringend notwendig

„Die Einweihung eines neuen Feuerwehrgerätehauses ist etwas ganz Besonderes, das passiert nicht alle Tage“, weiß Bürgermeister Erik Homann. Das alte Gerätehaus entsprach nicht mehr den aktuellen rechtlichen Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse, außerdem war zu wenig Platz in den Umkleiden – ein Neubau musste her.

Was lange währt...

Ab 2014 hat die Stadt das Haus gemeinsam mit der Feuerwehr geplant. Vor allem die Frage nach einem geeigneten Grundstück stellte die Beteiligten vor eine große Herausforderung. Schließlich konnte man sich mit einem Landwirten einigen. Damals habe es keine Verträge gegeben, so Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke, „nur der Handschlag hat gezählt.“

Man brauche neben einer guten Nachbarschaft aber auch Partner – „und die haben wir in der Stadtverwaltung, in der Politik und im Handwerk“, so Warnecke weiter. Bürgermeister Erik Homann betonte, wie wichtig das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr ist: „Wir können uns glücklich schätzen, hier in Bornhausen so eine gut funktionierende Gemeinschaft zu haben. Die Stadt Seesen steht hinter der Feuerwehr.“

Vor allem das Engagement aller Beteiligten führte dazu, dass sich die Kosten im Vergleich zu anderen neuen Gerätehäusern in Grenzen hielten. Insgesamt hat der Neubau „nur“ 450.000 Euro gekostet – nicht zuletzt aufgrund der „steten Einsatzbereitschaft“ der Mitglieder der Feuerwehr in Bornhausen, wie Klaus Kiehne lobte. „Einige haben sogar ihren Jahresurlaub hier verbracht“, so der Ortsbrandmeister.

Gelohnt hat es sich: Das 13 Meter lange und 18 Meter breite Feuerwehrhaus bietet Platz für zwei Fahrzeuge und auch die Umkleideräume und Sanitäranlagen sind auf dem neuesten Stand. Neben viel Lob für alle Beteiligten gab es auch Geschenke: Die Partnerfeuerwehr Halle-Büschdorf brachte einen Feuerlöscher der besonderen Art mit – zum Löschen nach dem eigentlichen Einsatz – und vom Stadtverband gab es ein Männchen, das jetzt auf dem neuen Haus thront. Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke wies außerdem auf die zwei neuen Alu-Rettungsboote und den frisch angeschafften Kommandowagen hin, den sich alle Gäste vor Ort ansehen konnten.

Nach der ganzen Arbeit wurde bei Braten und Bier bis in die Nacht hinein gefeiert.