Ein Blick hinter die Kulissen von Trivium Metal Packaging Germany GmbH
In unserer Reihe der Betriebsbesuche führte mich der Weg dieses Mal zu einem Traditionsstandort unserer Stadt. Unser Standort blickt auf eine weitreichende Industriegeschichte zurück, die von einer Transformation geprägt ist. Das Unternehmen entstand 2019 aus dem Zusammenschluss der Ardagh Group (Food & Speciality) und der Exal Corporation. Besonders für früherer Generationen war der Standort in der Braunschweiger Straße 26, eng mit dem Namen Schmalbach verknüpft. Das Unternehmen betreibt mittlerweile knapp 50 Werke weltweit. Emmanuel Hoffmann, Operations Director Europe und Werksleiter bei Trivium Metal Packaging Germany GmbH, empfing mich, um über die Entwicklungen des Werkes und aktuelle Herausforderungen der Verpackungsindustrie in Seesen zu sprechen. Seesen galt als die „Dosenstadt“, in der die industrielle Fertigung von Metallverpackungen für die Lebensmittelindustrie ihre Blütezeit erlebte. Umso spannender ist es, sich ganz persönlich, aus dem Blick der Wirtschaftsförderung, ein Bild von dem Unternehmen zu machen.
Das Werksgelände ist durch mehreren Produktions- sowie Lagerhallen und mehreren Verwaltungseinheiten geprägt. Die Produktion im Seesener Werk ist auf die Fertigung von Dosen, Eimern und Kanistern, die für die chemische Industrie, Farb- und Lackindustrie, sowie Automotive Industrie entscheidend sind, spezialisiert. Während in der Vergangenheit bis zu 1.200 Mitarbeitende am Standort beschäftigt waren, liegt die aktuelle Belegschaftszahl bei rund 70 Personen in der Produktion und Administration des deutschen Hauptsitzes von Trivium Metal Packaging Germany GmbH. Dieser personelle Rückgang ist das Resultat einer fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse. Wo früher manuelle Arbeitsschritte dominierten, steuern heute komplexe Anlagen die Produktion von Metallverpackungen. Trotz des geringeren Personalbestands bleibt der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften konstant hoch. Das Werk in Seesen setzt auf eine Mischung aus erfahrener Belegschaft und gezielter Nachwuchsförderung. Zu den zentralen Berufsgruppen am Standort gehören Mechatroniker, Elektriker und Ingenieure. Da sich der Hauptsitz Deutschlands in Seesen befindet, ist auch ein bedeutender Teil an Verwaltungsmitarbeitern in dem Werk vertreten. Ich danke Emmanuel Hoffmann und seiner Belegschaft für diese spannenden Einblicke und freue mich über weitere Austauschmöglichkeiten.
Möchten auch Sie Ihrem Unternehmen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen oder haben Sie Gesprächsbedarf? Die Wirtschaftsförderung der Stadt Seesen lädt alle lokalen Betriebe herzlich dazu ein, Kontakt für einen eigenen Betriebsbesuch aufzunehmen.