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Die Wirtschaftsförderung auf dem 2. Niedersächsischer Kongress "Handel.Zentren.Zukunft"

Der "2. Niedersächsische Kongress Handel.Zentren.Zukunft." in Braunschweig war ein Pflichttermin für alle, die sich mit der Vitalität unserer Innenstädte beschäftigen. Am 5. November 2025 kamen führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Stadtentwicklung zusammen, um über die drängenden Herausforderungen für den stationären Handel und die Zukunft urbaner Zentren zu diskutieren – von boomendem Online-Handel über geändertes Konsumverhalten bis hin zu geopolitischen Krisen. Die Stadt Seesen war durch Kim Klapproth von der Wirtschaftsförderung vor Ort vertreten. Die Gelegenheit wurde genutzt, zahlreiche Impulse aufzunehmen und sich intensiv mit Experten auszutauschen. Besonders aufschlussreich war der Blick auf die Entwicklung der Innenstädte aus aktuellen Studien und die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien in anderen Kommunen. Wobei ein Aspekt immer wiederkehrt - das Komplizentum.
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Willkommen Kongress Innenstädte

Die Bedeutung von Handel und Gastronomie bleibt bestehen

Im Rahmen des Kongresses wurden zentrale Ergebnisse der "Deutschlandstudie Innenstadt 2024" und der "Zentrenstudie Niedersachsen und Bremen" vorgestellt, die von der CIMA Beratung + Management GmbH erstellt wurden. Ein klares Fazit: Trotz aller Krisen und Trends bleiben der Einzelhandel und die Gastronomie die Hauptanziehungspunkte für Besucher in den Innenstädten. Die Menschen schätzen ihre City und suchen sie regelmäßig auf, auch wenn sich das Nutzungsgefüge weiter verändert. Die Innenstadt ist immer mehr ein multifunktionaler Raum: Shopping, Konsum, Arbeit, Leben und Freizeit.

Digitalisierung als Chance begreifen

Die Studien verdeutlichen jedoch auch, dass die Wege, wie sich Besucher im Vorfeld über Angebote und Möglichkeiten in der Innenstadt informieren, immer digitaler werden. Eine starke Online-Präsenz ist mittlerweile eine der Grundvoraussetzungen für viele Innenstädte. Dies bestätigt die Notwendigkeit, dass lokale Händler und Städte digitale Kanäle aktiv bespielen müssen, um sichtbar zu bleiben und Frequenz zu generieren.

Blick in andere Kommunen

Auch Impulse aus anderen Kommunen wurden dankend aufgenommen. Ein Beispiel ist die hessische Stadt Hanau, die als Reaktion auf die Schließung der dortigen Karstadt-Filiale einen beeindruckenden Weg eingeschlagen hat. Anstatt die Immobilie dem Leerstand zu überlassen, erwarb die Stadt das mehrstöckige Gebäude und investierte mehrere Millionen Euro in seine Neugestaltung. Mittlerweile entwickelt sich der ehemalige Kaufhof zum sogenannten "Stadthof Hanau", einem Ort der Begegnung mit einem breiten Nutzungsmix aus Einzelhandel, Freizeitangeboten, Events und Arbeits- bzw. Kreativbereich.

Komplizentum unausweichlich

Die Herausforderungen, vor denen unsere Innenstädte stehen, sind komplex und können nicht von Einzelkämpfern bewältigt werden. Dies war eine der Kernbotschaften des Kongresses und zog sich wie ein roter Faden durch die Vorträge der Referenten. Das Komplizentum – also die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit verschiedener Akteure – ist nicht mehr wegzudenken.

Bild vergrößern: Begrüßung durch Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier
Begrüßung durch Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier
Bild vergrößern: Daniel Freimuth Geschäftsführer Hanau Marketing GmbH zu Hanau aufLaden
Daniel Freimuth Geschäftsführer Hanau Marketing GmbH zu Hanau aufLaden
Bild vergrößern: Impuls durch Martin Kremming - GeschäftsführerCIMA Beratung+Management GmbH. Büro Hannover
Impuls durch Martin Kremming - GeschäftsführerCIMA Beratung+Management GmbH. Büro Hannover
06.11.2025