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Israel Jacobson

Jacobsonschule
Jacobsonschule

Der Landesrabbiner für den Bereich der späteren Landkreise Gandersheim und Holzminden gründete 1801 an der heutigen Jacobsonstraße eine jüdische Freischule. Die ursprünglich rein jüdische Schule diente schon ab 1802 der gemeinsamen Erziehung von jüdischen und christlichen Kindern; die Christlichen kamen in der Regel aus Seesen und Umgebung, die Jüdischen häufig von weit her, sogar aus Amerika, Südafrika und Australien. Im Laufe von mehr als hundert Jahren entwickelte sich diese Schule zum Seesener Gymnasium, das den Namen des Gründers der Schule trägt. Von den Gebäuden der alten Jacobsonschule ist nur noch das 1889 errichtete Schülerheim, das Alumnat, erhalten geblieben.

Dieses ansehnliche, die Innenstadt beherrschende Gebäude wurde im Rahmen der Jacobson Tage anlässlich des 250. Geburtstages von Israel Jacobson im Juni 2018 in Jacobson-Haus umbenannt.

Heute finden hier die Ratssitzungen statt. Seesener Vereine, die Stadtbücherei und die Stadtmarketing Seesen eG sind u.a. im Jacobson-Haus untergebracht.

Jacobsonstempel
Jacobsonstempel
 

Jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof
Jüdischer Friedhof


Israel Jacobson kaufte 1805 das Areal am Lauseberg für die wachsende jüdische Bevölkerung. Die erste Grablegung erfolgte jedoch erst 1836, die letzte Hundert Jahre später. Die Kuppe des Friedhofes war den Angehörigen der Jacobsonschule vorbehalten, damit Sie einen „Blick auf die Schule“ hatte. Die 100 Grabstätten zieren zahlreiche jüdische Symbole und Inschriften.
Der Friedhof befindet sich an der Dehnestraße. Der Friedhof bleibt in den Wintermonaten geschlossen und es findet kein Winterdienst statt.