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Erklärung zur Vaterschaftsanerkennung: Beurkundung

Vaterschaftsanerkennungen

Seit dem 01.07.1998 bedarf eine Vaterschaftsanerkennung nicht mehr der Mitwirkung des Jugendamtes als gesetzlicher Vertreter des Kindes. Eine Vaterschaftsanerkennung kann daher auch schon vor der Geburt des Kindes vom Standesbeamten beurkundet werden.

Eine Vaterschaftsanerkennung kann auch zu Kindern verheirateter Frauen abgegeben werden, wenn das Kind nach Anhängigkeit des Scheidungsantrages geboren wird bis spätestens ein Jahr nach Rechtskraft des Scheidungsurteil (Ausschlussfrist).

In diesem Fall bedarf die Vaterschaftsanerkennung zum Wirksamwerden neben der Zustimmung der Mutter auch der Zustimmung des Noch-Ehemannes bzw. die Zustimmung des geschiedenen Mannes. Diese besondere Vaterschaftsanerkennung wird frühestens mit Rechtskraft des Scheidungsurteils wirksam.

Dieses Verfahren erspart ein zeit- und kostenaufwändiges gerichtliches Verfahren auf Feststellung der Nichtabstammung des Kindes vom Ehemann der Mutter!

Notwendige Unterlagen:

Vom Vater und der Mutter:

  • Jeweils eine Geburtsurkunde oder Familienbuchabschrift und einen Pass oder Personalausweis
  • Bei Vaterschaftsanerkennungen zu Kindern verheirateter Frauen zusätzlich ein Nachweis über das Datum der Anhängigkeit des Scheidungsverfahrens

 

Vaterschaftsanerkennungen und die erforderlichen Zustimmungen können vor jedem Standesbeamten in Deutschland abgegeben werden.

Leistungsbeschreibung

Vater eines Kindes ist rechtlich gesehen der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit dessen Mutter verheiratet ist,
  • oder, wenn die Mutter nicht verheiratet ist, der Mann
    • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
    • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Für die Anerkennung der Vaterschaft ist eine bestimmte Form (öffentlich beurkundet) vorgeschrieben. Die Vaterschaft kann schon vor der Geburt anerkannt werden. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen. Auch für die Zustimmung ist die öffentlich beurkundete Form vorgeschrieben.

Ob die Eltern Ihre Erklärungen am gleichen Tag oder zu verschiedenen Terminen abgeben möchten, können sie selbst entscheiden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung wird das Geburtenbuch nachträglich ergänzt.

Die Vaterschaftsanerkennung kann nur dann wirksam werden,

  • wenn die Mutter nicht verheiratet ist oder
  • wenn die Mutter noch verheiratet ist, aber bei der Geburt des Kindes bereits ein Scheidungsverfahren bei Gericht eingereicht ist. In diesem Fall muss auch der bisherige Ehemann der Vaterschaftsanerkennung durch einen anderen Mann in einer öffentlichen Urkunde zustimmen.

Nähere Informationen zu diesem komplizierten Thema erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde, der Samtgemeinde und der Stadt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Die Vorlage einer Geburtsurkunde oder eines Auszugs aus dem Familienbuch kann in Einzelfällen hilfreich sein.

Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung durch einen Notar ist kostenpflichtig.

Rechtsgrundlage

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Was sollte ich noch wissen?

Urkunden können auch bei den Amtsgerichten und Notaren aufgenommen werden.