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12.10.2020

OpenAir@Jacobson: Gelungener TRAFO-Abschluss

Pete York (rechts) und Band.
Pete York (rechts) und Band.

Wortakrobatik vom Feinsten, die europäische Top-Elite in Sachen Jazz, Swing und Blues und fünf leidenschaftliche Saxophonisten: Nach langer coronabedingter Zwangspause hat die Stadt Seesen in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Seesen e.V. in kurzer Zeit ein gelungenes Alternativ-Programm für die Jacobson-Tage 2020 aufgestellt, die zeitgleich auch den Nachklang des TRAFO-Projektes bildeten. Den Auftakt der Veranstaltungstage machte am Freitagnachmittag das Team des TRAFO-Projektes mit einem Rückblick über die Umgestaltung des Jacobson-Hauses zu einem Ort der Begegnung. Samo Damian, Leiter und Geschäftsführer des TRAFO-Programms, hob besonders die Eigeninitiative der Stadtverwaltung hervor: „Das Engagement hat uns sehr beeindruckt, wir haben gemerkt, dass die Akteure der Stadtverwaltung sich mit viel Leidenschaft in das Projekt eingebracht haben und es noch immer tun.“ Der daraus resultierende positive Effekt in Seesen habe schließlich dazu geführt, die aktive Mitgestaltung der Verwaltungen als Grundvoraussetzung in den Förderanträgen zu verankern. „Ohne die Unterstützung der Politik wäre dieses Projekt aber nicht möglich gewesen“, ergänzte Bürgermeister Erik Homann. „Die Politiker sowie die Mitarbeiter der Verwaltung waren sich einig, dass Kultur maßgeblich zu einer positiven Wahrnehmung unserer Stadt beiträgt.“

Das Jacobson-Haus wurde mit Hilfe der Fördergelder durch das TRAFO-Programm saniert und schließlich zu einer kulturellen Begegnungsstätte, die von verschiedenen Vereinen genutzt wird und in der in den vergangenen Jahren viele unterschiedliche Veranstaltungen stattgefunden haben. Kulturelles Highlight waren dabei stets die Jacobson-Tage – und so sollte es auch in diesem besonderen Jahr sein: Das Seesener Saxophon-Quintett „Elke auf dem Holzweg“ sorgte am Freitag bereits in den frühen Abendstunden trotz Kälte und zunächst unbeständigem Wetter mit bekannten Songs wie „Hit the road Jack“, „Viva la Vida“ oder Queens „Bohemian Rhapsody“ für gute Stimmung auf dem Jacobson-Platz. Jochen Malmsheimer setzte der guten Laune des Publikums an diesem Abend mit seinem Programm schließlich die Krone auf. Mit ebenso gewitzter wie beeindruckender Wortakrobatik nahm er die Zuschauer mit auf eine Busreise der besonderen Art und machte dabei unmissverständlich auf die „Generalverblödung“ der Gesellschaft aufmerksam. Seine „Dogensuppe Herzogin“ war jedenfalls sehr bekömmlich. Das für Samstagabend angesetzte Konzert mit Pete York wurde vor dem Hintergrund der Wettervorhersage in den Bürgersaal verlegt – in entspannter Atmosphäre und mit viel guter Laune begeisterte das Trio um York (bekannt durch die Spencer Davis Group), Thilo Wagner und Engelbert Wrobel die Zuschauer und bildete zeitgleich den Abschluss der diesjährigen Jacobson-Tage unter besonderen Bedingungen.