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Hochwasserschutz

Gebietskooperation Innerste

Zu der Gebietskooperation Innerste  gehören die Landkreise Goslar, Hildesheim sowie die Städte Hildesheim und Salzgitter.

Das Land Niedersachsen hat zur Umsetzung von Hochwasserschutzprojekten 15 Millionen Euro zugesagt. Mit dem Geld sollen unter anderem das Hochwasserrückhaltebeckens östlich von Bornhausen, die Aufweitung der Nette sowie weitere Projekte zu 80 Prozent vom Land gefördert werden.

Planfeststellungsverfahren für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens östlich von Bornhausen

Der Ausbauverband Nette, Am Thie 1, 31188 Holle, hat für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens östlich von Bornhausen die Planfeststellung gemäß § 108 und § 109 des Niedersächsischen Wassergesetzes (NWG) und § 68 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) beantragt. Zuständige Behörde für die Durchführung dieses Planfeststellungsverfahrens ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Direktion, Standort Braunschweig, Rudolf-Steiner-Straße 5, 38120 Braunschweig.

Im Erörterungstermin am 27.06.2018 wurden für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens östlich von Bornhausen weitere Untersuchungen zur Hydrologie, Hydrogeologie, Bodenkunde, Geotechnik und zum Naturschutz gefordert. Diese Untersuchungen befinden sich noch in der Erstellung bzw. in der Abstimmung.
Anschließend sollen sie ebenfalls öffentlich ausgelegt und in einem erneuten Erörterungstermin besprochen werden.

Darüber hinaus wurde gefordert, dass parallel zum Bau eines Rückhaltebeckens eine Aufweitung der Nette erfolgen muss, dieses erfordert ein eigenes Planverfahren.

Planverfahren für die Aufweitung der Nette

Der Ausbauverband Nette erstellt zur Zeit die Unterlagen für eine Aufweitung der Nette in der Ortslage Rhüden, womit die ursprünglich festgestellte Durchflussmenge wieder erreicht werden soll. Das wasserrechtliche Verfahren wird beim Landkreis Goslar, untere Wasserbehörde geführt.

Kommunale Hochwasserschutzkonzeption für den Raum Seesen

In der Vergangenheit waren im Einzugsgebiet der Nette und der Schildau insbesondere der Stadtteil Rhüden, aber auch die Stadtteile Bornhausen, Bilderlahe und Engelade immer wieder von Überschwemmungen betroffen. Die Stadt Seesen hat daher im Jahr 2012 die L+N Ingenieurgemeinschaft, Isernhagen, beauftragt, eine kommunale Hochwasserschutzkonzeption für den Raum Seesen zu erarbeiten. Die Erstellung der Hochwasserschutzkonzeption wurde durch das Land Niedersachsen unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union im Rahmen der Förderrichtlinie Natur- und Landschaftsentwicklung und Qualifizierung für Naturschutz gefördert.

Mit der Hochwasserschutzkonzeption steht den Behörden und der interessierten Öffentlichkeit ein Planungs- und Informationsinstrument zur Verfügung, mit dem der Hochwasserschutz an der Nette und Schildau verbessert werden kann. Die Hochwasserschutzkonzeption für den Raum Seesen kann nachfolgend eingesehen werden. Aufgrund der Dateigrößen steht die Konzeption in mehreren Teilen zum Download zur Verfügung.

Hochwasserschutzkonzeption für den Raum Seesen
 
1. Einleitung 
  2. Beschreibung der Gebietscharakteristik 
  3. Bestandsaufnahme 
  4. Auswirkungen des Klimawandels
  5. Hydraulische Berechnunungen 
  6. Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten 
  7. Analyse 
  8. Maßnahmenbeschreibung
  9. Maßnahmenbewertung
10. Zusammenfassung
11. Quellenverzeichnis
12. Hochwasserrisikokarten (HQ100)
       Blatt 1 - 3 (Rhüden)
       Blatt 4 - 5 (südlich Rhüden - nördlich Bilderlahe) 
       Blatt 6 - 7 (Bilderlahe)
       Blatt 8 - 9 (Engelade) 
       Blatt 10 - 11 (Kirchberg) 
       Blatt 12 - 13 (Bornhausen)
       Blatt 14 - 16 (Seesen)

Hochwassermeldepegel an der Nette in Rhüden

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betreibt ein Frühwarnsystem, welches allen Bürgerinnen und Bürgern mit Internetanschluss zur Verfügung steht. Sie können sich unter www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de über die Entwicklung der Wasserstände informieren. Der NLWKN stellt die Werte von 56 Pegeln an wichtigen niedersächsischen Binnengewässern zur Verfügung. Eine neue Technik stellt sicher, dass die Daten im Viertelstunden-Takt - also alle 15 Minuten - aktualisiert und zeitnah im Internet dargestellt werden.

Im Gebiet der Stadt Seesen befindet sich im Verlauf der Nette der Hochwassermeldepegel Rhüden. Die aktuellen Messwerte des Pegels Rhüden können Sie hier abrufen:

Hochwassermeldepegel Rhüden (externer Link)

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Hochwasserschutz erhalten Sie auf den folgenden Seiten:

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) (externer Link)

Landkreis Goslar (externer Link)

Das Bundesmisterium des Innern, für Bau und Heimat hat eine Hochwasserschutzfibel mit Empfehlungen zum Objektschutz und zur baulichen Vorsorge in hochwassergefährdeten Gebieten herausgegeben. Die Hochwasserschutzfibel kann unter diesem Link eingesehen und heruntergeladen werden:

Hochwasserschutzfibel - Objektschutz und bauliche Vorsorge (externer Link)

Hochwasserereignis im Juli 2017 

Zur Aufarbeitung der Starkregenereignisse und dem anschließenden Hochwasser im Juli 2017 im südlichen Niedersachsen und im Harz hat der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb fr Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) einen vorläufigen Bericht veröffentlicht. Der Bericht kann auf der Internetseite des NLWKN unter folgendem LInk eingesehen werden:

NLWKN - Dokumentation und Berichte von Hochwasserereignissen (externer Link)

 

(Stand der Informationen: 15.11.2017)